Naturland e.V.

Preistrger ABBI 350Naturland Präsidiumsmitglied Paul Knoblach (l.h.) mit den Preisträgern (Foto: C. Assmann).Die Teilnahme am Wettbewerb der Alnatura Bio-Bauern-Initiative (ABBI) hat sich für fünf Naturland Betriebe richtig gelohnt. Sie wurden am Donnerstag auf der BIOFACH in Nürnberg mit dem NABU-Förderpreis „Gemeinsam Boden gut machen“ ausgezeichnet, der von der ABBI unterstützt wird. Mit insgesamt 168.500 Euro Preisgeld konnten die Naturland Betriebe die ersten Plätze für sich beanspruchen. Der alljährlich stattfindende Wettbewerb von NABU und ABBI soll Betriebe, die frisch auf Öko-Landbau umgestellt haben, bei der Finanzierung der Umstellung unterstützen und damit den Anteil ökologisch bewirtschafteter Flächen in Deutschland steigern.

Sie sind Naturland Ackerbauern, Milchviehalter oder Schweinemäster, und sie haben eins gemeinsam: Sie alle haben erst im vergangenen Jahr ihren gesamten Betrieb auf ökologischen Landbau umgestellt. Da kommt eine finanzielle Spritze in Form einer Umstellungs-Förderung gerade richtig. Mit ihrer erfolgreichen Bewerbung bei dem vom ABBI unterstützten NABU-Projekt konnten sich fünf Naturland Betriebe bei insgesamt 85 Bewerbungen durchsetzen und gehören damit zu den 18 prämierten Öko-Betrieben.

Der mit 60.000 € dotierte erste Platz geht an den Naturland Betrieb Tyrell, einen Schweinemast-Betrieb aus Nordrhein-Westfalen. Einen der beiden 2. Plätze belegt der Naturland Milchvieh-Betrieb von Familie Vetter aus Mecklenburg-Vorpommern, die sich über 40.000 € Fördergeld freuen darf. Die beiden mit jeweils 25.000 € dotierten 3. Plätze gehen ebenfalls an zwei Naturland Betriebe, an die Schäferei von Stefan Dorn und an den Ackerbau-Betrieb von Stefan Klein, beide aus Bayern. Der bayerische Naturland Milchvieh-Betrieb von Familie Grad gewinnt den 5. Platz und somit ein Preisgeld in Höhe von 18.500 €.

Neue Möglichkeiten für Umsteller-Betriebe

Dank der unerwarteten Förderung besteht für die Umsteller-Betriebe nun die Möglichkeit, auch Projekte umzusetzen, die ohne die Zuwendung nicht möglich gewesen wäre. Denn die Jury wählt die Gewinner-Betriebe nicht nur nach rein ökonomischen Kriterien aus, sondern achtet auch darauf, wie sich die Betriebe öffentlich und sozial engagieren.

„Ein Traum von uns ist, ein vorhandenes altes Gebäude umzubauen und dort nicht nur einen Laden, sondern auch einen Raum für Fortbildungen aller Art zu schaffen. Auf diese Weise hat der Hof ein sehr großes Entwicklungspotential, den Menschen Landwirtschaft und Umwelt näher zu bringen und erleben zu lassen. Durch das Preisgeld sind wir diesem Traum ein großes Stück näher gekommen“, freut sich Corinna Tyrell vom erstplatzierten BioHof NaTyrell.

Eine Sonderstellung unter den Preisträgern nimmt der Betrieb von Stefan Dorn ein, da er seine Schäferei nicht neu umgestellt hat, sondern bereits seit 2014 ökologisch bewirtschaftet. Vergangenes Jahr wurde Stefan Dorn dann Mitglied bei Naturland und will den Betrieb nun ausweiten: „Durch die Schaffung eines weiteren Betriebszweigs, nämlich den der Mutterkuhhaltung, können wir neben den Einnahmen aus der Landschaftspflege eine zusätzliche Wertschöpfung im Bereich ökologische Lebensmittel erreichen“, sagt Stefan Dorn.

13 der 18 Auszeichnungen wurden auf der BIOFACH überreicht. Die fünf übrigen Betriebe, darunter der Naturland Hof der Familie Vetter, bekommen ihre Auszeichnungen offiziell erst im Juni auf dem Umweltfestifal in Berlin. Sie waren deshalb bei der Preisverleihung in Nürnberg nicht dabei.

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