Naturland e.V.

Bayerische Naturland Mitgliederversammlung in Kloster Andechs

MV Bayern 350Naturland Präsident Heigl und BUND-Vorsitzender Weiger in Andechs Naturland Präsident Hubert Heigl forderte die designierte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner auf, die aktuelle Wachstumsdynamik im Öko-Markt zu nutzen und konsequent Politik für eine bessere, umwelt- und klimaverträglichere Landwirtschaft zu machen. „20 Prozent Öko bis 2030 sind ein realistisches, aber kein besonders ambitioniertes Ziel. “, sagte Heigl auf der bayerischen Naturland Mitgliederversammlung am Mittwoch in Kloster Andechs mit Blick auf den Koalitionsvertrag von Union und SPD. „Die Bundespolitik sollte sich ein Beispiel am erfolgreichen bayerischen Bio-Regio Programm nehmen.“, so Heigl weiter.

Wenn die große Koalition tatsächlich zustande komme, müsse Klöckner die Umsetzung Zukunftsstrategie Öko-Landbau, die ihr bayerischer Amtsvorgänger Christian Schmidt hinterlasse, schnell und konsequent angehen, forderte Heigl. „Dann ist auch deutlich mehr drin als 20 Prozent Öko“, betonte der Naturland Präsident. Er forderte in diesem Zusammenhang insbesondere eine massive Erhöhung der Forschungsinvestitionen, um zum Beispiel die Öko-Züchtung stärker voranzubringen.

BUND-Vorsitzender Weiger als Gastredner

Gastredner der Veranstaltung im Kloster Andechs war der Vorsitzende des Bund Naturschutz in Bayern und des BUND, Hubert Weiger. In seiner Rede vor den rund 150 Naturland Bäuerinnen und Bauern, die zur Versammlung nach Andechs gekommen waren, wies Weiger auf die Bedeutung des Öko-Landbaus für einen erfolgreichen Natur- und Artenschutz in. „Wer Artenvielfalt will, muss auf Agrarchemie verzichten“, betonte Weiger, „und der Ökolandbau zeigt, wie das geht.“

Weiger zufolge ist in Regionen, in denen mehrere Biobauern wirtschaften, die größere Vielfalt einer blühenden Agrarlandschaft sofort augenscheinlich. „Die vorbildhafte Beikrautregulierung der Öko-Bauern über Fruchtfolgegestaltung und mit modernster Technik müsste baldmöglichst in der gesamten Landwirtschaft zum Einsatz kommen und den Agrarchemieeinsatz ablösen“, sagte der BUND-Vorsitzende. „Damit würde unter anderem auch der Glyphosateinsatz auf landwirtschaftlichen Flächen endgültig der Vergangenheit angehören.“

Hintergrund

Aktuell bewirtschaften insgesamt 2.444 bayerische Naturland Mitgliedsbetriebe eine Fläche von über 93.000 Hektar nach den strengen Richtlinien des Verbands. Das sind 242 Betriebe mehr als vor einem Jahr, ein Zuwachs um 11 Prozent. Die bewirtschaftete Fläche legte noch etwas stärker zu, um 12,7 Prozent. Damit ist Naturland in 2017 so stark gewachsen wie kein anderer Öko-Verband in Bayern.

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