Naturland e.V.

„Wir haben es satt“: 35.000 Menschen demonstrieren für eine echte Agrarwende

WirHabenEsSatt 1 Naturland StefanieLoos 350"Wir haben es satt"-Demonstranten in Berlin (Quelle: Naturland e.V. / Stefanie Loos)Berlin, 19.01.2019 – 35.000 Menschen haben zur Internationalen Grünen Woche in Berlin für eine echte Agrarwende hin zu einer bäuerlich-ökologischeren Landwirtschaft demonstriert. Angeführt wurden die Demonstranten von 171 Traktoren, so vielen wie noch nie zuvor. Darunter waren auch zahlreiche Naturland Bauern, die mit ihren Maschinen zur „Wir haben es satt!“-Demo nach Berlin gekommen waren.

„Von dieser Demonstration geht ein starkes Signal aus, das Landwirte und Verbraucher gemeinsam mit Umwelt- und Tierschützern an die Politik senden. Dieses Signal sollte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hören und endlich handeln, statt Öko-Landbau und Tierwohl weiter auszubremsen“, sagte Naturland Präsident Hubert Heigl in Berlin.

Haltungskennzeichnung braucht ein klares System, das alle Stufen abdeckt

Als Beispiel nannte Heigl die aktuelle Debatte um eine staatliche Tierwohlkennzeichnung für Fleischprodukte. „Die bisherigen Vorschläge der Ministerin für eine freiwillige Kennzeichnung laufen auf ein Nischenlabel hinaus, das keinerlei Lenkungswirkung entfalten kann“, kritisierte der Naturland Präsident.

Heigl forderte stattdessen ein einfach verständliches und für alle verpflichtendes Stufensystem nach dem WirHabenEsSatt 2 Naturland StefanieLoosQuelle: Naturland e.V. / Stefanie LoosVorbild der Eierkennzeichnung. „Der Erfolg bei den Eiern hat gezeigt: Mit einem wirklich transparenten Kennzeichungssystem kann man auch wirklich etwas erreichen für’s Tierwohl. Diesen Weg sollten wir auch beim Fleisch beschreiten“, unterstrich Heigl.

Hintergrund

Naturland gehört zu den Trägern der bundesweiten „Wir haben es satt“-Demonstration, die bereits im neunten Jahr in Folge parallel zum Beginn der Internationalen Grünen Woche Berlin, der weltweit größten Landwirtschaftsmesse, stattfand. Nach dem Auftakt am Brandenburger Tor setzte sich der Demonstrationszug in Richtung Auswärtiges Amt in Bewegung, wo zu dieser Zeit die Agrarminister aus aller Welt tagten.

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