Naturland e.V.

Naturland begrüßt Dialogangebot des Landes zum Volksbegehren Artenschutz

hans bartelme 350x233Hans Bartelme, Landesvorsitzender Naturland Baden-Württemberg (Quelle: Naturland e.V.)

Ulm – Der Erhalt der Artenvielfalt ist eines der Grundanliegen des Öko-Landbaus. Deshalb unterstützt Naturland das Volksbegehren Artenschutz in Baden-Württemberg. Am Dienstagabend hat Naturland nun gemeinsam mit den anderen Verbänden im Trägerkreis das Dialogangebot der Landesregierung angenommen: Die Mobilisierung für das Volksbegehren wird bis Mitte Dezember ausgesetzt. Bis dahin sollen die wesentlichen Eckpunkte eines neuen Gesetzes konkretisiert werden.

„Das Eckpunkte-Papier, das die Landesregierung nun vorgelegt hat, ist ein großer Erfolg des Volksbegehrens. Es ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem wirkungsvollen und praktikablen Gesetz, das die Interessen von Umwelt und Landwirtschaft miteinander in Einklang bringt“, sagte der Naturland Landesvorsitzende Hans Bartelme am Mittwoch in Ulm.
Im Eckpunkte-Papier verpflichtet sich das Land erstmals zu einer verbindlichen Pestizidreduktion um bis zu 50 Prozent bis 2030. Erreicht werden soll dies durch ein umfangreiches Maßnahmenbündel, das verbunden wird mit einer Investitionsförderung für betroffene Landwirte. Der Öko-Landbau soll unter anderem durch gezielte Unterstützung der Nachfrage erheblich ausgeweitet werden. Als Mitglied im Trägerkreis ist Naturland eingeladen, an der Konkretisierung dieser Punkte mitzuarbeiten und wird dies auch aktiv tun, um so weiterhin Verantwortung für Landwirtschaft und Artenschutz übernehmen.

Artenschutz als Gesellschaftsaufgabe

„Artenschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei welcher der Landwirtschaft eine wichtige Rolle zufällt. Naturland engagiert sich im Trägerkreis des Volksbegehrens, weil diese Aufgabe nur gemeinsam bewältigt werden kann“, betonte Naturland Landeschef Bartelme. Zielkonflikte zwischen Landwirtschaft und Naturschutz seien vielleicht nicht immer auszuschließen, aber gerade dann sei der Dialog besonders wichtig, um gemeinsame Lösungen im Sinne der bäuerlichen Betriebe und der Natur zu finden.
Nach der öffentlichen Debatte der vergangenen Woche komme es deshalb jetzt darauf an, dass sich alle Seiten zu diesem gemeinsamen Dialog bekennen. „Dann haben wir die Chance, Baden-Württemberg zum Spitzenreiter in Sachen Artenschutz und Öko-Landbau zu machen“, fügte Bartelme hinzu.

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