Naturland e.V.

CeresAward: Erstmals Öko-Landwirt in Kategorie Geflügelhalter ausgezeichnet 

CeresAward Haede 350Gewinner Fabian Häde (2.v.l.). Bildquelle: Timo Jaworr für agrarheute

Alheim/Berlin – Beim diesjährigen CeresAward, der Wahl zum Landwirt des Jahres, wurde Naturland Bauer Fabian Häde aus dem nordhessischen Alheim zum besten Geflügelhalter 2019 gekürt. Die Jury überzeugte vor allem sein Nachhaltigkeits-konzept, das er auf seinem Naturland Betrieb konsequent umsetzt.

Auf dem Naturland Betrieb von Fabian Häde dreht sich alles um das Thema Nachhaltigkeit. Der 31-jährige Nordhesse beschränkt sich nicht darauf, möglichst gute Bio-Eier zu produzieren, sondern setzt auf ein ganzheitliches Konzept, das sowohl Qualität und Tierwohl als auch Energie und Vermarktung beinhaltet. „Die Auszeichnung bestätigt mich darin, dass ich mit meinem Konzept, auf Nachhaltigkeit zu setzten, richtig liege“, sagte Fabian Häde, nach der Verleihung am Mittwochabend in Berlin.
Besonders freut sich Häde, dass er in einer Kategorie ausgezeichnet wurde, in der er sich als Öko-Landwirt auch gegen konventionelle Kollegen durchsetzen musste. „Das zeigt, dass wir Öko-Landwirte mittlerweile in der Branche voll dazugehören und akzeptiert werden“, betonte der junge Betriebsleiter.

Klimafreundliche Bio-Eier

„Um Bio-Eier ohne CO2-Fußabdruck zu produzieren, setzt der Naturland Bauer auf regionale Kreisläufe und alternative Energien. Dafür arbeitet Fabian Häde eng mit Öko-Ackerbauern in seiner Umgebung zusammen. Er bekommt von Ihnen Getreide als Futter für seine Hühner und diese wiederum erhalten Hühnerkot als wertvollen Dünger für ihre Felder. Photovoltaikanlagen auf den Stalldächern und den Ausläufen stellen die Energieversorgung des Betriebs zu 100 Prozent sicher.
Dieses Konzept überzeugte letztendlich auch die Jury. „Der Gewinner in der Kategorie Geflügel ist nah dran an den Wünschen des Verbrauchers. Auf bemerkenswerte Weise will er möglichst nachhaltig Eier erzeugen. Das erfolgt nicht als Plan oder Absichtserklärung, sondern unmittelbar sehr erfolgreich anhand transparenter Messgrößen. So könnte das CO2-neutrale Ei bald Realität sein“, so die Juroren.

Zurück zum Ursprung: Das Zweinutzungshuhn

Zur Nachhaltigkeit gehört für Fabian Häde indes auch das Tierwohl. Die gängige Praxis, dass männliche Eintagsküken getötet werden, ist für den Naturland Junglandwirt mit einer nachhaltigen Eierproduktion nicht vereinbar. Die Lösung dafür sieht er im Zweinutzungshuhn. Mittlerweile hat er schon drei Ställe mit Hühnern belegt, die nicht nur eine gute Legeleistung haben, sondern deren männliche Pendants auch für die Mast geeignet sind.
Während sich die Eier gut vermarkten lassen, zögern viele VerbraucherInnen aber noch, den Preis für das qualitativ hochwertige Fleisch zu zahlen. Mit Öffentlichkeitsarbeit versucht Fabian Häde, hier anzusetzen. Social Media, Fernsehbeiträge, Hofführungen und Youtube-Videos nutzt der Junglandwirt routiniert, um die VerbraucherInnen von seinem umfassend nachhaltigen Konzept zu überzeugen.

https://mustergefluegelhof.de
https://ne-runde-sache.de/

 

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