Naturland e.V.

Heigl: „Freistaat muss seiner Vorbildrolle gerecht werden“ - Naturland Mitgliederversammlung Bayern in Kloster Maria Bildhausen

Schweinfurt – Naturland Präsident Hubert Heigl fordert von der bayerischen Staatsregierung weitere mutige Schritte zur Stärkung des Öko-Landbaus im Freistaat. „Die Förderung von Absatz und Nachfrage steht zurecht im Zentrum des neuen Landesprogramms BioRegio 2030. Jetzt muss das Land Farbe bekennen und seiner Vorbildrolle bei der öffentlichen Beschaffung gerecht werden“, sagte Heigl auf der bayerischen Naturland Mitgliederversammlung am Dienstag in Schweinfurt.

Für die Entwicklung des Öko-Markts spiele die Außer-Haus-Verpflegung eine zentrale Rolle, betonte Heigl. Mit einer wirklich konsequenten Umsetzung des gesetzlich festgelegten Ziels von 50 Prozent regionalen und Bio-Lebensmitteln in den staatlichen Kantinen könne das Land deshalb ganz praktisch viel bewirken und zugleich ein wichtiges Signal setzen. „Nicht ein bisschen bio und ein bisschen regional, sondern konsequent bio-regional“, forderte Heigl, der auch bayerischer Naturland Landesvorsitzender ist.
Neben der Stärkung von Absatz und Nachfrage sei zudem Verlässlichkeit in der Förderpolitik notwendig, um das im neuen Naturschutzgesetz festgelegte Ziel von 30 Prozent Öko-Landwirtschaft in Bayern bis 2030 tatsächlich erreichen zu können. „Verlässlichkeit bedeutet, dass zusätzliche Leistungen der Betriebe für Natur- und Artenschutz auch vergütet werden müssen. Öko-Betriebe hier von einzelnen Förderprogrammen auszuschließen, weil sie ja eh schon öko sind, kann nicht der Weg sein“, kritisierte Heigl.

Präsident der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf als Gastredner

Gastredner bei der diesjährigen Mitgliederversammlung war der Präsident der Hochschule für angewandte Wissenschaften Weihenstephan-Triesdorf, Dr. Eric Veulliet. In seinem Vortrag vor den rund 120 anwesenden Naturland Bäuerinnen und Bauern skizzierte Veulliet den Zusammenhang des Klimawandels mit unserem Energieverbrauch und Lebensstil, die Folgen für den Natur- und Kulturraum sowie den Lösungsbeitrag des Öko-Landbaus

Naturland Bayern: Mitgliederstärkster Öko-Verband im Freistaat

Naturland ist der mitgliederstärkste Öko-Verband in Bayern. Aktuell bewirtschaften 2.741 Naturland Betriebe im Freistaat eine Fläche von rund 115.000 Hektar. Das sind 114 Betriebe mehr als noch vor einem Jahr. Die bewirtschaftete Fläche legte um 7,6 Prozent zu.
Weltweit arbeiten mehr als 70.000 Naturland Bäuerinnen und Bauern in knapp 60 Ländern der Erde nach den öko-sozialen Richtlinien von Naturland. Die Mehrzahl der internationalen Naturland Bauern ist in Kleinbauernkooperativen und Erzeugergemeinschaften organisiert. Damit steht Naturland wie kein anderer Öko-Verband für den harmonischen Zweiklang von Regionalität und Internationalität in einer globalisierten Welt.

 

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