Naturland e.V.

Naturland Mitgliederversammlung Mecklenburg-Vorpommern wählt Landesvorstand neu

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Verchen – Der Öko-Landbau in Mecklenburg-Vorpommern darf nicht durch eine unentschlossene Förderpolitik zurück in die Nische gedrängt werden. „Mecklenburg-Vorpommern liegt bei der Öko-Förderung schon heute weit hinter anderen Bundesländern zurück. Wenn die Landesregierung nun ihre bereits angekündigte und längst überfällige Erhöhung der Fördersätze um ein Jahr verschiebt, wird das die ohnehin schon verlangsamte Entwicklung des Öko-Landbaus in Mecklenburg-Vorpommern weiter ausbremsen“, warnt der Naturland Landesvorsitzende Joachim Gawlik. Zugleich fordert er eine intelligente Ausrichtung der Förderung, die Mitnahmeeffekte reduziert und stattdessen tatsächlich zu mehr ökologischer Produktion führt. Die Entwicklung der Förderpolitik im Land sowie die generellen Rahmenbedingungen für den Öko-Landbau waren die wichtigsten Themen auf der Mitgliederversammlung der Naturland Bauern in Mecklenburg-Vorpommern am Donnerstag (24.04.) in Verchen.

Dabei wurde Joachim Gawlik für weitere drei Jahre als Landesvorsitzender bestätigt. Er vertritt die Naturland Bauern im Nordosten auch in der Delegiertenversammlung des Öko-Verbandes. Als weitere Mitglieder des Landesvorstands wurden Heinrich Tiemann und Karsten Dudziak bestätigt. Mit Kornelia Großmann und Regine Solf wurden zudem erstmals auch zwei Frauen in den Landesvorstand gewählt.

Öko-Landbau muss mehr sein als Grünlandbewirtschaftung

In der Debatte bestand Einigkeit darüber, dass die Rahmenbedingungen für die Erzeugung ökologischer Lebensmittel attraktiver gestaltet werden müssen. Es müsse verhindert werden, dass immer mehr gute Böden im Land aus der ökologischen Produktion herausfallen, weil sich der konventionelle Anbau hier für die Bauern besser rechnet. „Öko-Landbau muss auch in Mecklenburg-Vorpommern mehr sein als extensive Grünlandbewirtschaft-ung“, sagte Gawlik. Notwendig seien deshalb intelligente Agrarumweltmaßnahmen, die den Rahmen schaffen für eine stärker marktorientierte ökologische Landwirtschaft. Ein erster wichtiger Schritt in diese Richtung sei das Agrarinvestitionsförderprogramm (AFP) des Landes. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es derzeit 28 Naturland Betriebe. Insgesamt werden rund 9,4 Prozent der Agrarfläche des Bundeslandes ökologisch bewirtschaftet.

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