Naturland e.V.

Wir Ackern für Öko: Bio-Bauer Tobias Klenke

Wieviel Arbeit steckt eigentlich in den Öko-Lebensmitteln, die wir im Laden kaufen? Und welche Arbeiten liegen grade an: auf Acker, Weide und im Stall oder auch in der Backstube, Käserei oder Metzgerei? Unter dem Motto "Wir ackern für Öko - So kommt Gutes auf den Tisch" fragen wir nach und lassen die Öko-PraktikerInnen im Naturland selbst von ihrer Arbeit erzählen.

Naturland Landwirt Tobias Klenke ist ein echter Teamplayer. Zusammen mit seiner Familie und vielen fleißigen Erntehelfern baut er leckeren Bio-Spargel und Bio-Erdbeeren an. Neben den ökologischen Aspekten des Anbaus achtet er besonders auf gute Arbeitsbedingungen für seine Arbeiter. 

Naturland: Lieber Tobias Klenke, was steht bei dir auf dem Acker?

Tobias Klenke: Auf unserem Naturland Hof in Bad Sooden-Allendorf, den ich zusammen mit meiner Familie und ganz vielen fleißigen Helfern bewirtschafte, bauen wir Spargel, Erdbeeren, Kartoffeln, Äpfel, Getreide und Ackerbohnen an.Klenke Ausblick 350Schöner Ausblick auf die Burg Hanstein vom Naturland Hof Klenke

Naturland: Jetzt war gerade Hochsaison bei der Spargel- und Erdbeerernte. Wie habt ihr das trotz Corona gestemmt?

Tobias Klenke: Ja, das stimmt. Im Frühjahr haben wir immer sehr viel Arbeit. Zur Spargel- und Erdbeerernte braucht es viel Vorbereitung und dann auch sehr viele Arbeitsstunden und viele helfende Hände zur eigentlichen Ernte. Ein ganz großes Thema dieses Jahr sind Saisonarbeitskräfte. Unsere Leute kommen schon einige Jahre immer wieder gerne, weil wir keinen Akkord bezahlen. Für anständige Arbeit gibt’s einen anständigen Lohn und so sind Anfang März alle Arbeitskräfte eingereist und wir konnten dadurch ohne irgendwelche Mühen unsere Spargel- und Erdbeerernte über die Bühne bringen.

Naturland: Wo geht’s hin mit Spargel und Erdbeeren?

Tobias Klenke: Der Spargel kommt bei uns frisch vom Feld direkt in die Sortier- und Schälmaschine und dann in den Hofladen, auf den Wochenmarkt und in nahgelegene Naturkostgeschäfte hier im Umkreis. Neben knapp acht Hektar Spargel, ernten wir annähernd drei Hektar Erdbeeren – zum Teil selbst in Schale, zum Teil aber auch für Selbstpflücker.

Klenke Spargel 350„Frisch und lecker: Spargel direkt vom Klenke Feld“

Naturland: Was macht dir am Öko-Landbau Spaß?

Tobias Klenke: Bio-Landwirtschaft macht mir besonders Spaß, weil ich sehe wie man nach guter Alter-Väter-Sitte arbeitet und tolle Bestände von Kartoffeln, Spargel und Erdbeeren hinstellen kann, ohne den Einsatz von Chemie. Es funktioniert wirklich sehr gut, wenn man sich drauf einlässt und es wirklich will.

Naturland: Durch euren Hofladen habt ihr viel Kontakt mit den Menschen aus der Region. Was schätzen sie an eurer Arbeit?

Tobias Klenke: Als Naturland Betrieb arbeitet man unter geregelten ökologischen und sozialen Bedingungen, von der Saat bis zur Ernte und bis zur Entlohnung der Arbeitskräfte. Die Menschen wissen, wenn sie auf einem Verband-Betrieb Bio-Produkte einkaufen, können sie sich darauf verlassen. Unsere Arbeit wird wirklich honoriert und wir bekommen viel Lob – das freut uns natürlich sehr.

Klenke Erdbeerschalen 350

Naturland: Was steht bei Euch demnächst an?

Neben der Ernte liegt Pflanzen an, um an die Zukunft zu denken und immer wieder neue Anlagen aufzubauen, um in Zukunft auch leckeren Bio-Spargel zu ernten.

 

Homepage und mehr Infos zum Naturland Hof Klenke: http://www.werratal-spargel.de/