Naturland e.V.

 Der Weltbauerntag am1. Juni wurde von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen, um das Thema der Nahrungsmittelerzeugung in den Mittelpunkt zu rücken. Weltweit werden 70 Prozent aller Lebensmittel von Kleinbauern produziert. Sie sind damit die wesentliche Stütze der globalen Ernährungssicherung. Öko-Landbau hilft Kleinbauern weltweit, unabhängig zu werden von teuren und umweltschädlichen Pestiziden und chemischen Düngemitteln. Faire Preise und verlässliche Handelsbeziehungen sind eine weitere Bedingung dafür, dass Bauern weltweit von ihrer Arbeit leben können.

Experten wie etwa die Autoren des Weltagrarberichts  weisen schon lange darauf hin, wie Hunger in der Welt, Umweltzerstörung und eine nur auf Export und Profitmaximierung hin orientierte Agrarindustrie zusammenhängen. Deshalb müssen Ökologischer Landbau und Fairer Handel zum Leitbild einer globalen Ernährungswende werden. Naturland hat deshalb bereits 2010 mit der Zusatzzertifizierung Naturland Fair beide Aspekte – Öko und Fair – in einem Zeichen vereint.

„Der Zusammenhang von Öko und Fair, regional und weltweit ist mehr als nur ein Trend“, betont Hans Hohenester, Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzender. „Mehr Öko ist nur über einen fairen Preis für die Bauern zu bekommen. Das gilt für unsere heimischen Bauern genauso wie für ihre Kollegen in den Ländern des Südens.“ Denn auch der heimische Milchbauer braucht einen fairen Preis, um mit seinem Hof weiter existieren zu können.

Der Glaube hingegen, man könne den globalen Hunger durch eine Steigerung der Produktivität mithilfe von immer mehr Chemie und Gentechnik auf den Äckern bekämpfen, ist ein Irrglaube, argumentiert auch Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Öko-Bauer und langjähriges Naturland Präsidiumsmitglied, in seinem neuen Buch „Es ist genug da. Für alle“.

Notwendig ist laut Löwenstein vielmehr eine grundlegende Ökologisierung der gesamten Landwirtschaft. Denn bei der Lösung des Hungerproblems geht es um weit mehr als um die Nahrungsmenge, die zur Verfügung steht. Vielmehr geht es auch darum, wie produziert wird und wie der Zugang zu Nahrung ermöglicht wird.

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