Naturland kooperiert mit dem Real Organic Project

Vertreter:innen von ROP und Naturland trafen sich im Januar 2023 auf der Ecofarm Conference in Monterey, California, um die Partnerschaft zu besiegeln. Von links nach rechts: Steffen Reese, Liney Dixon, Dave Chapman and Hans Bartelme.
Februar 13, 2023

Kooperation stärkt Bio-Bauern in den USA und weltweit

Gräfelfing, Germany / East Thetford (VT), USA – Naturland wird künftig eng mit dem Real Organic Project (ROP) zusammenarbeiten, einer Graswurzel-Bewegung zur Unterstützung des Öko-Landbaus in den USA. Ziel der Kooperation ist es, das Bewusstsein der amerikanischen Verbraucher:innen für hochwertige Bio-Produkte zu stärken und so die Marktchancen für Bio-Bäuerinnen und Bio-Bauern in den USA zu verbessern.

„Mit dem Real Organic Project haben wir einen Partner in den USA gefunden, der unsere Werte und Vision teilt. Gemeinsam können wir viel bewirken: für die amerikanischen Verbraucher:innen, für den Öko-Landbau und für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern auf der ganzen Welt“, sagt Naturland-Geschäftsführer Steffen Reese. „Naturland ist uns mit seiner langjährigen und transparenten Arbeit für den Öko-Landbau eine Inspiration. Unsere beiden Organisationen arbeiten in der Zertifizierung nach den gleichen grundlegenden ökologischen Prinzipien. Wir sind überzeugt, dass das Fachwissen von Naturland eine wichtige Orientierungshilfe für unser zukünftiges Wachstum sein wird“, unterstreicht Dave Chapman, Co-Direktor des Real Organic Project.

Gemeinsam für echtes Bio

Beide Organisationen werden von Landwirt:innen geleitet und verfolgen einen qualitätsorientierten Ansatz bei der ökologischen Erzeugung und Zertifizierung. Die Kooperation wird dazu beitragen, kleine und mittlere landwirtschaftliche Betriebe nicht nur in den USA und der EU, sondern auch in vielen anderen Teilen der Welt zu unterstützen. Ein von beiden Parteien zu gründendes Joint Venture wird sich um die Zertifizierung von Bio-Verarbeitern in Nordamerika bemühen und zugleich den Import von Naturland-zertifizierten Produkten, sowohl roh als auch verarbeitet, in die USA unter einem gemeinsamen Siegel ermöglichen.

Das Real Organic Project gründete sich 2018 in Reaktion auf die Entscheidung des National Organic Program (NOP), unter dem staatlichen Bio-Siegel „USDA Organic“ künftig auch die Zertifizierung von Hydrokulturen und Massentierhaltung zuzulassen. Eine Gruppe amerikanischer Bio-Landwirt:innen versuchte zunächst noch, die ursprünglichen Intentionen des staatlichen Bio-Siegels zu schützen. „Nachdem dieser Versuch gescheitert war, schlossen die Bio-Bauern sich zusammen, um eine unabhängige Zusatzzertifizierung zum USDA-Label zu schaffen. Damit sollten Betriebe die Möglichkeit bekommen, ihr besonderes Engagement für gesunde Böden und Tiere am Produkt zu kennzeichnen“, erläutert Dave Chapman, Co-Direktor des Real Organic Project. „Es gibt immer noch viele echte Bio-Betriebe in den USA, aber Greenwashing und Marketing der Konzerne machen es Verbraucher:innen und Landwirt:innen schwer, sich im Markt zurechtzufinden“, fügt Linley Dixon, Co-Direktorin des Real Organic Project, hinzu.

Über das Real Organic Project

Das Real Organic Project ist eine von Landwirt:innen geleitete, gemeinnützige Organisation, die sich für die Integrität des zertifizierten ökologischen Lebensmittelsystems einsetzt. Das Real Organic Project bietet ein Zusatz-Label für Landwirte, die sich zu den grundlegenden Werten und Praktiken des ökologischen Landbaus bekennen: gesunde Böden und Viehhaltung auf gut bewirtschafteten Weiden. Die ROP-Farmpartner haben sich alle den gemeinsamen Real Organic-Prinzipien verschrieben; die Organisation zertifiziert derzeit über 1.000 Farmen in den USA und Kanada. Im Rahmen des Zertifizierungsprogramms engagiert sich die Organisation auch in der Bildungsarbeit, um die Bio-Bewegung zu stärken. Mit jährlichen Symposien, einer beliebten Podcast-Serie und wöchentlichen Newslettern bietet das ROP eine Plattform für Expert:innen aus Landwirtschaft, Wissenschaft und Bildung.

pfeil weiterleitung www.realorganicproject.org 

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