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Naturland Fair

Pionier für nachhaltigen Vollrohrzucker

Süßes aus ökologischem Anbau und Fairem Handel ist heute in aller Munde. Wegweisend für diese Entwicklung war unter anderem die engagierte Pionierarbeit, die seit mehr als 40 Jahren von der Pronatec AG geleistet wird. Der erste Vollrohrzucker, der erste Öko-Rohrohrzucker,  die erste Fairtrade zertifizierte Öko-Schokolade, der erste Fairtrade zertifizierte Öko-Rohrohrzucker: All diese Produkte haben ihren Ursprung im schweizerischen Winterthur.

 

Pronatec 350Das 1976 gegründete Unternehmen entwickelte damals ein innovatives Trocknungsverfahren, mit dem Vollrohrzucker hergestellt und auf den europäischen Markt gebracht werden konnte. Albert Yersin verfolgte damit das Ziel, einen gesunden, zahnschonenden Zucker in Europa einzuführen.  Denn er kannte die Langzeitstudien des Schweizer Kinderarztes Dr. Max-Henry Béguin, die belegen, dass konsequent mit Vollrohrzucker ernährte Kinder kaum unter Zahnkaries leiden. Während anderswo noch kaum über Bio geredet wurde, erklärten die Schweizer ökologische und soziale Nachhaltigkeit von vornherein zu ihrem Ziel. Seither schließen sie nicht nur Lieferverträge, bei denen möglichst die ganze Ernte abgenommen wird. Sondern sie bauen langfristige Partnerschaften mit Kooperativen auf, zahlen bei Bedarf Vorschüsse und übernehmen vor Ort Verantwortung für Mensch und Natur. Ein gutes Beispiel ist das Joint-Venture, das Pronatec 1998 mit La Felsina in Paraguay eingegangen ist: Neben Investitionen in die Produktionsanlagen bekam die Zuckermühle auf diese Weise Zugang zu Bio Know-how und Fairem Handel. Heute ist sie einer der größten Arbeitgeber in Guarambaré südlich von Asunción und beschäftigt in der Hochsaison mehr als 500 Mitarbeiter.


Fair mit Brief und Siegel
Seit 2013 gehört Pronatec zu den Naturland Partnern und ließ sich bereits ein Jahr später zusätzlich nach den Naturland Fair Richtlinien zertifizieren. Voll- und Rohrohrzucker sowie Zuckerrohrmelasse von La Felsina waren die ersten Produkte und Rohstoffe, die im Zuge dessen mit dem Naturland Fair Zeichen in den europäischen Lebensmittelhandel und die Nahrungsmittelindustrie kamen. Ihnen folgten Bourbon Vanille Pulver, Samen, Schoten und Extrakt von einer Kooperative im Nordosten Madagaskars. Das erlesene Gewürz wird im Biosphären-Reservat Mananara-Masoala auf ökologische Weise angebaut. Dank Fairem Handel sind die Kleinbauern dort nicht länger auf die schwankenden Weltmarktpreise angewiesen und erhalten sichere Einkommen, von denen ihre Familien leben können. Darüber hinaus bekommen sie eine Fair Prämie, mit der gemeinnützige Projekte finanziert und Maßnahmen zur sozialen Absicherung möglich werden. So wurden zum Beispiel Projekte zur Trinkwasserversorgung oder zum Brückenbau mitfinanziert.


Konsequent umweltbewusst
Damit sich Umwelt- und Lebensbedingungen auf Dauer in den Erzeugerländern verbessern, geht das Engagement von Pronatec weit über die Zahlung angemessener Preise sowie Bio und Fair Prämien hinaus. Das Unternehmen initiiert laufend neue Projekte, unterstützt den Aufbau von Kooperativen, organisiert Ausbildung und Beratung der Kleinbauern im ökologischen Anbau und finanziert ihre Bio-Zertifizierung. Die nachhaltige Erzeugung der Rohstoffe ist ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz vor Ort, der von Maßnahmen zur Bodenverbesserung und dem Aufbau von Baumschulen begleitet wird. Aber auch in Winterthur wird daran gearbeitet, den ökologischen Fußabdruck so gut wie möglich zu verringern. Schrittweise wurde auf  Öko-Strom umgestellt, es wurden umweltfreundliche Alternativen für Karton- und Folienverpackungen gesucht und wo möglich eingeführt, die Logistik stetig optimiert, Abfälle recycelt und Emissionen laufend über Projekte von myClimate kompensiert.


Nah an den Menschen vor Ort
Die Tatsache, dass Pronatec wo immer es möglich ist ohne Zwischenhändler mit den Kooperativen zusammenarbeitet, kommt dem Wunsch der Konsumenten nach möglichst transparenten Herstellungsketten entgegen. Nicht nur die Herkunft der Rohstoffe und ihr Weg in den Handel sind bekannt, sondern auch die Arbeits- und Produktionsbedingungen. Im Unternehmen selbst bedeutet das aber auch, dass es weniger um Verträge, als vielmehr um zwischenmenschliche Beziehungen geht. Als 2016 schwere Erdbeben die Region Esmeraldas im Norden Ecuadors erschüttert und großen Schaden in der Kooperative Fortaleza del Valle angerichtet haben, war der Verwendungszweck der alljährlichen Weihnachtsspende klar: Sie diente diesmal dem Wiederaufbau der Häuser und der Infrastruktur zur Kakaoverarbeitung, die von der Cooperative Development Foundation CDF gesteuert wird.