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Pionier für nachhaltige Gourmetprodukte

Die oberbayerische Gemeinde Eresing ist nicht groß. Umso größer ist der Ruf, den Isana weit über die Ortsgrenzen hinaus genießt. Das 1986 gegründete Unternehmen gilt längst als Europas führende Manufaktur für frische Bio-Feinkost und hat zusammen mit Naturland zahlreiche Pionierleistungen vollbracht – allen voran im Bereich der ökologischen Aquakultur und nachhaltigen Fischerei.

Rund 20 Tonnen Naturfeinkost verlassen das Gewerbegebiet von Eresing jeden Tag, um von dort aus unter der Marke bio-verde in den deutschen und europäischen Naturkostfachhandel geliefert zu werden. Viele der mehr als 240 Gourmetprodukte sind inspiriert von fremden Ländern und Menschen, die mit ihren Ideen und Rohstoffen einen wesentlichen Teil zur Entwicklung beitragen. Mediterrane Antipasti und frische Teigwaren gehören ebenso dazu wie kalt verarbeitete Pesto-Variationen und Würzsaucen, Wurst- und Käsespezialitäten, exotische Salate und Aufstriche sowie Naturland zertifizierte Fischfeinkost. „Alles Bio“ ist eine Selbstverständlichkeit, geht es doch seit Anfang an darum, aus den besten Zutaten ultimative Naturgenüsse herzustellen. „Diese können unserem Verständnis nach nur aus Bio-Agrikultur beziehungsweise Bio-Aquakultur stammen“, meinen Thomas Hörl und Walter Lutz. Weil Fisch- und seit kurzem auch Algenprodukte im bio-verde Sortiment eine wichtige Rolle spielen, haben die beiden Geschäftsführer schon vor mehr als 20 Jahren die Zusammenarbeit mit Naturland begonnen. Als Wegbereiter der ökologischen Aquakultur war der Öko-Verband genau der richtige Partner, um durch gemeinsame Projekte passende Rohstoffquellen zu erschließen.

Öko-Lachs macht Schule

Mitte der neunziger Jahre, als in Gräfelfing die neuen Richtlinien für ökologische Aquakultur verabschiedet wurden, entstand vor der irischen Atlantikküste bereits eines der besten Beispiele: In Zusammenarbeit mit Meeresbiologen und Naturland entwickelte Isana eine Lachsfarm, in der die Tiere möglichst natürliche Lebensbedingungen vorfinden sollten. Dazu wurden die geräumigen Gehege ein ganzes Stück vom Ufer entfernt in die Strömung gesetzt, damit die Fische ihrer Art entsprechend kräftig schwimmen mussten. Das kam nicht nur ihrer Gesundheit, sondern auch dem Geschmack der bio-verde Lachsspezialitäten zugute, denn durch die viele Bewegung entstand ein besonders festes und aromatisches Fleisch. Nachdem sich das Konzept in der Praxis gut bewährte und die Nachfrage im Naturkostfachhandel stetig wuchs, folgten nach gleichen Kriterien weitere Lachsfarmen in Irland, Norwegen und vor den schottischen Shetland-Inseln. Seither kann Isana rund ums Jahr irischen und nord-atlantischen Räucherlachs sowie Räucherlachs-Tartar zum Großteil in Naturland zertifizierter Qualität anbieten.

Forellen aus eigener Zucht

Mit der Zeit reifte die Idee, das Angebot an ökologischer Fischfeinkost um heimische Produkte zu erweitern. Seit 2012 betreibt Isana daher auf Gut Dessau am nahen Lechufer eine eigene Forellenzucht.  Gemäß den Naturland Richtlinien für ökologische Aquakultur wachsen in 1.000 Litern Wasser maximal 10 Kilogramm Regenbogenforellen heran. Dadurch können sie sich auf artgerechte Weise zu Schwärmen gruppieren und aktiv den Teich durchschwimmen. Reichlich Platz, genügend Bewegung und ausgewogene Ernährung durch Bio-Getreide, Reste aus nachhaltigem Fischfang und natürlich vorkommende Flohkrebse und Insekten sind das A und O des Haltungskonzepts, aus dem besonders gesunde Fische mit festem und wohlschmeckendem Fleisch hervorgehen. Fangfrisch werden sie in einem kleinen Familienbetrieb im benachbarten Denklingen über Buchenholz geräuchert und in Eresing filetiert, entgrätet und verpackt. So entstehen kurze, nachhaltige Produktionswege, die höchste Qualität und Geschmack sicherstellen.

Offen für neue Genüsse

Rollmops, Heringssalat mit Rote Beete oder Dill sowie Sahneheringsfilets gehören seit einiger Zeit ebenfalls zum bio-verde Sortiment und brachten neue Herausforderungen bei der Rohstoffbeschaffung mit sich. Denn Hering lässt sich nicht – wie Lachs oder Forelle – in Gehegen nachzüchten, sondern nur in seinem natürlichen Lebensraum fangen. Um auch hier im nachhaltigen Sinne zu handeln, hat Isana mit Naturland ein Projekt im Greifswalder Boden initiiert, an dem aktuell 24 selbstständige Küstenfischer beteiligt sind. Sie arbeiten nach den Naturland Wildfisch Richtlinien, zu deren zentralen Aspekten der langfristige Erhalt der Fischbestände, aber auch die faire Bezahlung der Fischer gehören. Um das Ökosystem zu schonen, wird der Hering ausschließlich mit Stellnetzen gefangen, die den Meeresboden unberührt lassen und bei sorgsamer Standortwahl deutlich weniger Beifang von Enten und anderen Wasservögeln verursachen. Mit Projekten wie diesen setzt Isana Maßstäbe und zeigt, dass man Gutes immer noch besser machen kann. Durch ungebrochene Innovationsfreude entstehen laufend neue Produktideen – und nicht selten sind Naturland Betriebe daran beteiligt. Das gilt auch für die asiatisch inspirierten Algensalate mit Sesam und Ingwer beziehungsweise Wasabi, die im vergangenen Jahr im Naturkostfachhandel eingeführt wurden.