Partner

LaSelva präsentiert ersten Nachhaltigkeitsbericht


Die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN-Agenda 2030 haben bei Naturland und seinen Partnern einen weitreichenden Dialog ins Rollen gebracht. Der Feinkosthersteller und Naturland Mitbegründer LaSelva hat sich zeitgleich sehr intensiv damit auseinandergesetzt und im Oktober 2017 seinen ersten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Es ist die Dokumentation eines 38 Jahre gewachsenen Engagements – und ein klares Bekenntnis zu Öko-Landbau als Schlüssel aller Nachhaltigkeit.

Vor 37 Jahren hat sich Bio-Pionier und Naturland Mitbegründer Karl Egger mit sieben Hektar Land in der Toskana einen Traum erfüllt: Im Einklang mit Mensch und Natur wollte er unverfälschte Lebensmittel erzeugen. Heute ist seine Feinkostmarke eine feste Größe am Öko-Markt und hat international 260 Mitarbeiter. Gemeinsam bedienen sie Gastronomie, Groß-, Einzel- und Weinhandel mit etwa 250 Artikeln. Das Naturland zertifizierte Landgut in der Region Maremma ist auf stolze 830 Hektar angewachsen, hat dabei aber nie seinen Fokus verloren. „In der Schnelllebigkeit des Alltags gehen wir zurück zum Ursprung – möglichst naturbelassene Produkte aus einfachen Zutaten, hergestellt mit menschlicher Arbeitskraft und Sorgfalt“, schreibt Karl Egger in seinem Vorwort zum ersten LaSelva Nachhaltigkeitsbericht. So viele Rohstoffe wie möglich baut LaSelva noch immer auf den eigenen Feldern an oder bezieht sie von langjährigen Partnern aus dem italienischen Umland. In mehr als drei Jahrzehnten ist ein großes und transparentes Netzwerk entstanden, dessen gemeinsamer Nenner das klare Bekenntnis zur traditionellen Öko-Landwirtschaft ist. Denn nur so ist es möglich, Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität für nachfolgende Generationen zu bewahren. Darüber hinaus hat LaSelva Bienenweiden, Waldgebiete und Feuchtbiotope angelegt, in denen Insekten, Vögel und andere Tiere ihre Brut- und Rückzugsgebiete finden.

Nachhaltigkeit wird messbar
Seit 1980 leistet das Gründungsmitglied von Naturland Pionierarbeit für eine nachhaltige und zukunftsfähige Land- und Lebensmittelwirtschaft. Doch lange Zeit wurde sein weitreichendes ökologisches und soziales Engagement nicht dokumentiert. Das änderte sich, als Evelyn Aich 2015 als Nachhaltigkeitsreferentin eingestellt und genau damit beauftragt wurde. Im Rahmen einer Wesentlichkeitsmatrix definierten Mitarbeiter und Unternehmenspartner zunächst gemeinsam die Handlungsfelder, die untersucht werden sollten. Die „LaSelva società bioagricola s.a r.l.u“, das Landgut mit Hofmanufaktur und Weinkeller in der Region Maremma, „La Dispensa di Campagna s.r.l.“, die Lebensmittelproduktion und das Lager im toskanischen Donoratico wurden dabei ebenso berücksichtigt wie die „LaSelva Toskana Feinkost Vertriebs GmbH“ in Gräfelfing bei München, deren Lager in Geretsried sowie die internationale Vertriebsmannschaft. „Zwar gehören viele Maßnahmen seit Beginn zur Unternehmensphilosophie von LaSelva“, resümiert Evelyn Aich nach Veröffentlichung des ersten Nachhaltigkeitsberichts, „aber erst ihre Strukturierung gibt uns eine Übersicht, wie weit wir tatsächlich in unserem Entwicklungsprozess sind.“ Ökologische Wirtschaftsweise, traditionelles Handwerk, moderne Verarbeitung, Verpackung, Transport, Qualitätssicherung, Umgang mit Mitarbeitern und Partnern sowie soziales Engagement in der Region: All diese Aspekte wurden erfasst und im Hinblick auf Nachhaltigkeit bewertet.

Maßstäbe für Weiterentwicklung
Als Naturland seine Partner zur BioFach 2017 dazu aufrief, sich mit den Sustainable Development Goals – kurz: SDGs – der UN-Agenda 2030 auseinanderzusetzen, war LaSelva im Zuge seines Nachhaltigkeitsberichtes bereits intensiv damit beschäftigt. „Leben an Land“, „Menschenwürdige Arbeit und bewusstes Wachstum“ sowie „Maßnahmen zum Klimaschutz“ sind die Punkte, in denen sich das deutsch-italienische Unternehmen weiterhin engagieren und verbessern möchte. Die 21 Ziele, die im Nachhaltigkeitsbericht für die kommenden zwei Jahre definiert wurden, orientieren sich unter anderem daran. Auch künftig wird LaSelva die Förderung von Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität in Karl Eggers Sinne vorantreiben. Es sollen zum Beispiel weiterhin Bäume und Bienenweiden gepflanzt sowie Rückzugsgebiete geschaffen werden. Gleichzeitig will der Feinkosthersteller seine Maßnahmen zum Klimaschutz weiter vorantreiben. Dank ökologischer Landwirtschaft, regionaler Verarbeitung und Solarenergie ist zwar die Bilanz in Anbau und Verarbeitung gut. Bei Glas- und Deckelherstellung sowie beim Transport ins Ausland dagegen zeigen hohe Emissionswerte einen klaren Optimierungsbedarf. Ein wichtiger Vorsatz für die nächsten Geschäftsjahre ist – neben ökologischen Verbesserungen und mehr Mitarbeiter- und Kundeninformation rund um die Nachhaltigkeit – auch das Thema Fair. Dazu gehört insbesondere die Förderung fairer Arbeitsbedingungen über den eigenen Anbau hinaus. Außerdem erwägt LaSelva eine Zusatzzertifizierung des Landgutes nach den Naturland Fair Richtlinien.

Den kompletten Nachhaltigkeitsbericht lesen Sie auf www.laselva.bio/nachhaltigkeitsbericht.