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Auf ganzer Linie hühnerfreundlich


Gutes Fleisch gibt es nur, wenn es den Tieren gut geht. Diese Erkenntnis hat bei Bio Bühler eine hundertjährige Geschichte. Daher arbeitet das Kemptener Familienunternehmen seit eh und je mit kleinbäuerlichen Betrieben aus der Region zusammen, die in punkto Aufzucht und Haltung vorbildlich wirtschaften. Noch recht frisch ist die Unterstützung von Bruderhahn-Initiativen, aus denen vor einem Jahr ein neuer, Naturland zertifizierter Sortimentsbereich hervorgegangen ist.

Bruderhahn-Initiativen haben es nicht leicht am Markt. Einerseits bieten sie eine ethisch und wirtschaftlich vertretbare Lösung, um auf eine Tötung männlicher Küken zu verzichten. Andererseits müssen sie die höheren Kosten der Aufzucht kompensieren, indem sie pro Ei entsprechend mehr verlangen. Zwar wächst das Bewusstsein bei den Verbrauchern für die Problematik – aber beim Preis hört das Verständnis leider häufig auf. Bio Bühler kommuniziert die Thematik auf einem neuen Weg, indem er die Kunden über eine neue Sortimentslinie auf den Geschmack bringt. Dazu gehören seit vergangenem Jahr Bio-Geflügelbierschinken, Bio-Geflügellyoner, Bio-Geflügelpaprikalyoner, Bio-Geflügelwiener und Bio-Geflügelbratwurst, die in der Kemptener Produktionsstätte nach traditionellen Rezepturen hergestellt werden. Das Fleisch stammt aus Bruderhahn-Projekten, die das Unternehmen engagiert unterstützt. „Der Gedanke, dass bei vielen Rassen nur die weiblichen Tiere aufgezogen werden, passt einfach nicht zu unserer Philosophie“, begründet Horst Bühler die Entscheidung. Seit 1999 leitet er das Familienunternehmen und hat damals gleich den Weg zur Naturland Zertifizierung eingeschlagen. Denn „EU-Bio“ ist ihm zu wenig, wenn es um artgerechte Tierhaltung geht. Das gilt für Rinder, Schweine und Schafe ebenso wie für Puten und Hühner, die ihr Fleisch für insgesamt 158 Naturland zertifizierte Produkte geben.

Gutes Fleisch braucht gesunde Tiere

Unter dem Motto „Von Natur aus unvergleichbar“ produziert das Unternehmen ein hochwertiges Vollsortiment mit Fleisch, Schinken, Wurst und Convenience von natürlich gewachsenen Tieren. Dabei gilt ein besonderes Augenmerk der artgerechten Aufzucht, Fütterung und Haltung. Auch beim Hühnerfleischsortiment zahlt sich dieser hohe Anspruch auf ganzer Linie aus: Die Hennen und Hähne sind im Laufe ihres Lebens nämlich so gesund, dass Bio Bühler Antibiotikafreiheit garantieren kann. Sollte dennoch eins der Tiere einmal krank sein und behandelt werden müssen, wird es aus dem Bio-Programm genommen und konventionell vermarktet. Die finanzielle Einbuße geht allerdings nicht zu Lasten der Erzeuger, denn das Unternehmen hat einen Fond eingerichtet, damit auch in diesem seltenen Fall der faire Preis gezahlt werden kann, der zu Beginn des Jahres mit den Vertragspartnern vereinbart wurde. Keine Antibiotika, artgerechte Haltungsbedingungen und die Vermarktung von Huhn und Hahn: Bio Bühler geht mit gutem Beispiel voran und hat entlang der gesamten Wertschöpfungskette nichts zu verbergen. Davon können sich die Kunden überzeugen, indem sie das gekaufte Produkt mit Hilfe der aufgedruckten „Bio-mit-Gesicht-Nummer“ bis zum Ursprung zurückverfolgen. Diese Transparenz wird am Markt immer wichtiger – gerade wenn es um Geflügelprodukte geht.