Verbraucher

Die Vielfalt der Imkerprodukte ist seit Menschengedenken bekannt: Honig, Wachs, Pollen, Met, Propolis, Gelée Royale, Bienengift und seit einigen Jahren sogar Aperitif-Essig. Doch der volkswirtschaftliche Nutzen der Biene ist um das 10-15fache höher als der Wert der Honigprodukte.

Bienen sind als Blütenbestäuber bei Obst und vielen Gemüsesorten unersetzlich. 80% der Ernte gehen auf ihre Bestäubungen zurück, sogar sich selbst befruchtenden Pflanzen werfen mit Hilfe der Immen ca. 20% mehr Ertrag ab.

Was macht Honig zum Öko-Produkt

Die Bienenkästen werden aus Naturmaterialien wie Holz oder Stroh hergestellt und dürfen nur physikalisch, z.B. mit Heißwasser oder Flammen, gereinigt und desinfiziert werden. Chemische Mittel sind verboten. Um Verunreinigungen auszuschließen, müssen die Mittelwände aus Öko-Wachs hergestellt werden. Ebenfalls nicht zugelassen sind Antibiotika und andere chemotherapeutische Medikamente für die Krankheitsbehandlung. Beispielsweise wird die Varroamilbe – der häufigste Bienenparasit – mit organischen Säuren bekämpft. Meist ist es Ameisensäure, die natürlicherweise in Lebensmitteln vorkommt. Viele Öko-Imker führen zurzeit auch hoffnungsvolle Versuche mit Mikroorganismen, Milchsäurebakterien oder Hefen zur Stärkung der Bienenvölker durch.

Die Bienenweide muss im Umkreis von drei Kilometern im Wesentlichen aus Pflanzen des Öko-Anbaus, Wildpflanzen oder aus Kulturen der extensiven Landwirtschaft bestehen.

Mehr Infos zur Bienenhaltung sowie eine Vergleichstabelle zu „Naturland“, „Einfach-Öko“ und „konventioneller“ Bienenhaltung finden Sie hier im Flyer:

file ico Naturland Bienen (PDF, 737 kB)