Verbraucher
Ein Netzwerk von mehr als 200 Biohöfen

Von Apfelanbau über Rosenzucht bis Ziegenhof – In Deutschland wirtschaften mehr als 23.000 Betriebe nach ökologischen Richtlinien. Aus dieser Vielfalt hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft 242 Biohöfe zu Demonstrationsbetrieben ernannt, darunter 40 Naturland Höfe. Diese Biobetriebe öffnen ihre Türen für alle Interessierten sowie die Presse und zeigen wie der Ökolandbau in der Praxis funktioniert.

Das Angebot richtet sich an Fachleute genauso wie an Vereine oder Schulklassen. Die Biohöfe bieten in der Regel Hof- und Feldführungen und führen auch Veranstaltungen zu speziellen Fragestellungen durch. Eine Koordinationsstelle unterstützt Besuchergruppen bei der Betriebsauswahl, informiert über die Schwerpunkte der Höfe und berät die Presse bei Recherchen und Anfragen.


Weitere Informationen:

www.demonstrationsbetriebe.de
www.bio-live-erleben.de


Kontakt:

Koordinationsstelle Demonstrationsbetriebe
Ökologischer Landbau
Tel: 0228 - 41 00 28 - 3
E-Mail:

 

Hier einige der Naturland Demonstrationsbetriebe im Kurzporträt:

Die Agrargenossenschaft Großzöbern liegt im sächsischen Vogtland zwischen Plauen und Hof. Die über 1200 Hektar große Betriebsfläche erstreckt sich über mehrere Dörfer. 2001 stellte der Betrieb auf ökologischen Landbau um und schloss sich dem Naturland-Verband an.
Schwerpunkte sind die Milchviehhaltung und die Marktfruchtproduktion. Ein weiterer Produktionszweig ist die Saatgutvermehrung. Daneben wird eine Biogasanlage zur Energieerzeugung betrieben.

Das Naturland-Weingut Seck liegt im Herzen des Weinanbaugebietes Rheinhessen, 25 Kilometer südlich von Mainz, im Weindorf Dolgesheim, wo seit über 1.200 Jahren Wein angebaut wird.
Das moderne Weingut am Dorfrand wurde 2007 auf ökologische Bewirtschaftung umgestellt.

Als Integrationsbetrieb bietet der Hof 27 Mitarbeitern mit Behinderungen in der ökologischen Landwirtschaft oder in den nachgeordneten Aufgabenfeldern einen Arbeitsplatz. Der Naturland Betrieb hält Zucht- und Mastschweine, eine kleine Mutterkuhherde und circa 500 Legehennen.

Neben den sechs betriebseigenen Pferden, die unter anderem zu therapeutischen Zwecken eingesetzt werden, wird eine von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung anerkannte Pensionspferdehaltung betrieben.

Maria und Martin Büning kauften 1990 den landwirtschaftlichen Betrieb im nördlichen Münsterland. Der in einer parkähnlichen Landschaft liegende Gutshof wird nach Naturland-Richtlinien bewirtschaftet.
Die Bünings halten verschiedene Haustierrassen zur Fleischerzeugung. Einige davon zählen zu bedrohten Rassen, die der Betrieb als so genannter „Arche-Hof“ züchtet und vor dem Aussterben schützen will.

Christoph und Beate Leiders bewirtschaften gemeinsam mit Tochter Theresa den Stautenhof in Willich-Anrath nahe Düsseldorf seit 1997 biologisch nach Naturland- und Bioland-Richtlinien. Auf einer Fläche von 64 Hektar werden Kartoffeln, Getreide, Mais und Kleegras angebaut.

Zwei ha Gemüseanbau werden in Kooperation mit dem Familienbetrieb Thees betrieben. Auf dem Hof leben Zuchtsauen und Mastschweine.

Das Gut Oehrsen in Klein Hilligsfeld bei Hameln ist seit 1881 im Besitz der Familie Rathing. Wilhelm Rathing hat den Betrieb 1983 von konventioneller auf biologische Wirtschaftsweise umgestellt.
Heute wird das Gut als GbR von Vater und Sohn nach Naturland-Richtlinien bewirtschaftet. Der Betrieb wurde im Laufe der Jahre auf rund 200 Hektar erweitert und der Schwerpunkt auf den Anbau von Industrie-/Marktgemüse sowie Kartoffeln gelegt.

Die Hessische Staatsdomäne Frankenhausen liegt in der landwirtschaftlich begünstigten Hofgeismarer Rötsenke bei Kassel.
Der 320 Hektar umfassende Betrieb wurde 1998 von der Universität Kassel gepachtet und wird seitdem ökologisch bewirtschaftet. Fast 40 Hektar dienen dem landwirtschaftlichen Feldversuchswesen Frankenhausen.

Das Betriebsleiterehepaar Josef und Zita Kolb arbeitet seit 1985 zusammen mit dem Bund Naturschutz am „Projekt Rhönschaf“. „Heimkehrer in der Rhön“ war einst der Slogan für das Bioprojekt.
Mit diesem Beispiel hat in der Rhön eine neue Entwicklung begonnen. Die Idee: Eine alte Haustierrasse wieder zu nutzen und durch ihren Erhalt auch die Kulturlandschaft zu bewahren.

Schon vor über 30 Jahren stellten Dietmar und Klara May aus Überzeugung ihren Bauernhof auf ökologische Landwirtschaft um, der seither zu den Bio-Pionierbetrieben der Region gehört.

Der Biohof May liegt in einer schönen Hügellandschaft an den Ausläufern der bayerischen Rhön.

Gut Obbach liegt am Rande des Fränkischen Weinlands unweit von Schweinfurt. Das Betriebsleiterehepaar, Bernhard Schreyer und Petra Sandjohann, kam 1998 auf den Hof und stellte ihn auf biologisch-organische Landwirtschaft nach den Richtlinien von Naturland um.

Die für die Gegend typischen Streuobstwiesen des Gutes wurden durch Neuanpflanzungen verjüngt. Äpfel und Birnen werden überwiegend zu Saft verarbeitet. In einer 1 ha großen Obstanlage wächst frisches Tafelobst: neun verschiedene Aprikosensorten, Kirschen und Pflaumen.