Verbraucher
Ein Netzwerk von mehr als 200 Biohöfen

Von Apfelanbau über Rosenzucht bis Ziegenhof – In Deutschland wirtschaften mehr als 23.000 Betriebe nach ökologischen Richtlinien. Aus dieser Vielfalt hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft 242 Biohöfe zu Demonstrationsbetrieben ernannt, darunter 40 Naturland Höfe. Diese Biobetriebe öffnen ihre Türen für alle Interessierten sowie die Presse und zeigen wie der Ökolandbau in der Praxis funktioniert.

Das Angebot richtet sich an Fachleute genauso wie an Vereine oder Schulklassen. Die Biohöfe bieten in der Regel Hof- und Feldführungen und führen auch Veranstaltungen zu speziellen Fragestellungen durch. Eine Koordinationsstelle unterstützt Besuchergruppen bei der Betriebsauswahl, informiert über die Schwerpunkte der Höfe und berät die Presse bei Recherchen und Anfragen.


Weitere Informationen:

www.demonstrationsbetriebe.de
www.bio-live-erleben.de


Kontakt:

Koordinationsstelle Demonstrationsbetriebe
Ökologischer Landbau
Tel: 0228 - 41 00 28 - 3
E-Mail:

 

Hier einige der Naturland Demonstrationsbetriebe im Kurzporträt:

1981 übernahm der gelernte Kaufmann und Landwirt Reinhold Schmid den 20 Hektar großen elterlichen Betrieb in Kröning im niederbayrischen Getreidegürtel.

Bereits 1992 stellte er den Ackerbau auf ökologischen Landbau um, 1998 – als die Marktsituation dies zuließ – folgte auch die Umstellung der Tierhaltung. Seitdem ist der Betrieb Mitglied im Anbauverband Naturland.

Am östlichen Ortsrand von Otterfing, 25 Kilometer südlich von München, liegt der Hof der Familie Schlickenrieder. Sie bewirtschaftet 70 Hektar Fläche im Vollerwerb nach den Richtlinien von Naturland.

Ihre bunte Milchviehherde mit Nachzucht halten die Schlickenrieders in einem Offenfrontstall, wobei die Tiere von Mai bis Dezember auf die Weide dürfen.

Der denkmalgeschützte Einödhof liegt zehn Kilometer nördlich von Wasserburg am Inn. Anno 1362 erstmals urkundlich erwähnt, ist der Betrieb seit 1984 im Besitz der Familie Raupach. Heute werden 63 Hektar nach den Richtlinien von Naturland ökologisch bewirtschaftet.

Begonnen haben die Raupachs mit Mutterkuhhaltung und der Direktvermarktung von Rindfleisch. Die Mutterkühe samt Nachzucht und Deckstier sind den ganzen Sommer auf der 35 Hektar großen Kurzrasenweide.

Nach sechs Jahren Entwicklungsdienst in Südamerika haben Regina und Ulrich Frey einen landwirtschaftlichen Gemischtbetrieb in ihrer Heimat im nördlichen Odenwald übernommen.
Als Konsequenz ihrer Entwicklungsarbeit haben sie mit der Betriebsübernahme 1992 gleich auf ökologischen Landbau nach Naturland-Richtlinien umgestellt.

Das Hofgut der Familie Holland ist ein vielseitiger Familienbetrieb, auf dem die Hollands mit drei Generationen leben und arbeiten. Im württembergischen Oberschwaben gelegen gelten hier seit 1989 die Naturland-Richtlinien.

Inzwischen wird verstärkt auf Schweinemast gesetzt und das Kleegras von den Äckern hauptsächlich von der Biogasanlage verwertet. Die Schweine haben ständigen Zugang zu befestigten Ausläufen.

Im Jahre 1986 gründete Rudi Rombach die Baumschule Rombach in Herbolzheim. Aus der damaligen Betriebsfläche von nur einem halben Hektar sind inzwischen mehr als 10 Hektar geworden.

1997 wurde die Baumschule auf biologischen Anbau umgestellt, seit 1999 wird sie nach den Richtlinien des Anbauverbandes Naturland betrieben.

Betriebsinhaber Hartmann Dippon hat sich 1993 konsequent für die ökologisch-organische Wirtschaftsweise entschieden. Im Hohenbeilsteiner Schlosswengert sind die Kräfte der Natur im harmonischen Gleichgewicht.

Trockenmauern, Staffeln und Wasserfurchen gehören zu der über Jahrtausende gewachsenen Kulturlandschaft am Schlossberg. Hartmann Dippon zeigt größte Sorgfalt im Umgang mit dem von der Natur und von den Vorfahren Ererbten, ohne das Moderne und Zweckmäßige aus den Augen zu verlieren