Die Molkerei Berchtesgadener Land erhielt am Freitagabend den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2019 in der Kategorie Unternehmen mittlerer Größe. Den Preis nahm Geschäftsführer Bernhard Pointner stellvertretend für die rund 1.700 Landwirt*innen und ca. 450 Molkerei-Mitarbeiter*innen von Bundesumweltministerin Svenja Schulze im Rahmen einer Gala unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident a.D. Christian Wulff im Maritim Hotel Düsseldorf entgegen.

Die renommierte Fachjury würdigt mit dieser Auszeichnung das herausragende Engagement der bayerischen Genossenschaftsmolkerei für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Entwicklung.

 

Am 10. Dezember jährt sich die Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte zum 70. Mal

Menschenrechtstag Spruch1 250x166Was für uns eine Selbstverständlichkeit ist, liegt für Millionen von Kleinbauern und Landarbeitern in weiter Ferne. Drei Viertel der Armen und Hungernden dieser Welt leben in ländlichen Regionen. Gerade erst hat der UN-Menschenrechtsrat eine Erklärung über die Rechte von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern angenommen. Sie soll die Durchsetzung der Menschenrechte auf dem Land fördern. Leider hat sich Deutschland, trotz vielfacher Aufforderungen, die UN-Erklärung zu unterstützen, wie die meisten EU-Länder bei der Abstimmung enthalten.

CSU-MdB Mortler zu Gast auf dem Hof von Naturland Präsident Heigl

Mortler Heigl 250Politik trifft Praxis zum gemeinsamen Austausch: Unter diesem Motto hat die agrarpolitische Sprecherin der CSU im Bundestag und Kandidatin der CSU für das Europäische Parlament, Marlene Mortler MdB, am Freitag (07.12.) den Präsidenten des Öko-Verbands Naturland, Hubert Heigl, auf dessen Hof in Eichkreith bei Kallmünz besucht.

Dabei ging es vor allem um die wachsende Bedeutung von Tierwohlfragen für die Entwicklung einer zukunftsfähigen Landwirtschaft.

Der Großrachlhof wird in 17. Generation geführt - Verknüpfung von Tradition und Moderne

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Im ersten von sechs Kurzfilmen zeigen Josef und Jakob Sichler wie gute Zusammenarbeit auf dem Familienbetrieb funktionert. Früh hat der Vater dem Sohn Aufgaben übertragen. In einer Sache unterscheiden sich die Beiden dennoch: Der junge Landwirt hat seine Ausbildung im Bereich Öko-Landbau absolviert, früher gab es diese Möglichkeit noch nicht. Doch Öko-Landbau trägt zu den 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs) der Vereinten Nationen bei.
Die beiden Landwirte sind froh darüber, dass sie diesen Schritt gegangen sind. Zwei weitere wichtige Säulen auf dem Hof der Familie Sichler sind die Pflege der Kulturlandschaft und die Soziale Verantwortung.
Doch was genau heißt "Pflege der Kulturlandschaft"? Die Erklärung ist relativ einfach und nachvollziehbar - wenn sie aus dem Mund eines passionierten jungen Landwirts kommt. Der es so schätzt in dieser Natur, umgeben von Wald, Wiesen und ökologisch bewirtschafteten Feldern (also im "Paradies") leben zu dürfen.
Und warum war es dann dennoch eine der schwierigsten Entscheidungen für den Vater auf "Bio" umzustellen?

 

Rund 28 Millionen Weihnachtsbäume werden jährlich in Deutschland verkauft. Der allergrößte Teil stammt aus Weihnachtsbaumkulturen. Nur etwa 15 Prozent aller in Deutschland gehandelten Weihnachtsbäume werden noch von Waldbetrieben verkauft, der Rest kommt von Plantagen. Was viele nicht wissen: Konventionelle Christbaum-Plantagen bedeuten auch Pestizide und viel Mineraldünger und damit eine Belastung von Böden sowie von Grund- und Oberflächengewässern.

Eine gute Alternative sind daher Weihnachtsbäume aus ökologischer Erzeugung. Sie werden ohne jeglichen Mineraldünger- und Pestizideinsatz angebaut. Erfreulich ist, dass die Zahl der Verkaufsplätze für Öko-Weihnachtsbäume stark gewachsen ist: von etwa 50 vor zehn Jahren auf heute rund 430.

Ausstieg aus betäubungsloser Ferkelkastration muss endlich flächendeckend umgesetzt werden

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Gräfelfing – Die vom Bundestag verlängerte Frist bis zum endgültigen Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration darf keinesfalls wieder ungenutzt verstreichen. Diesen Appell richten die Delegierten des Öko-Verbands Naturland an die Bundesregierung. „Wir brauchen jetzt dringend eine massive Kampagne zur Unterstützung der Ferkelerzeuger und Schweinemäster aller Haltungssysteme bei der Umstellung“, sagte Naturland Präsident Hubert Heigl am Freitag nach Ende der zweitägigen Naturland Delegiertenversammlung (28./29. 11.) in Gräfelfing.

Naturland hatte in den vergangenen Jahren verschiedene Alternativmethoden getestet, um seinen Betrieben rechtzeitig verschiedene Optionen anbieten zu können.