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Aktuelles von Naturland

„Der Bauer und sein Prinz“ – Kinopremiere in München

Prinz Charles auf seiner Duchy Home Farm (Quelle: DENKmal Film Verhaag GmbH)

Seit fast 30 Jahren sind der Bauer und sein Prinz ein Gespann: Den einen, Prinz Charles, kennt die Welt als englischen Thronfolger mit einer großen Leidenschaft für den Öko-Landbau. Der andere stand bislang im Schatten, obwohl die Rolle, die er im Kampf des Kronprinzen für eine besser Landwirtschaft spielt, größer nicht sein könnte: Seit 1985 leitet David Wilson die Duchy Home Farm des Kronprinzen, die unter seiner Führung zu einem weltweit anerkannten Öko-Vorzeigebetrieb wurde. Dokumentarfilmer Bertram Verhaag hat die beiden Öko-Visionäre über fünf Jahre hinweg mit der Kamera begleitet. Am 20. November feiert „Der Bauer und sein Prinz“ nun Premiere in München.

Als Prinz Charles Mitte der 1980er Jahre beschloss, den südenglischen Landsitz Highgrove von konventioneller auf ökologische Landwirtschaft umzustellen, war ihm klar: Nur mit gelungenen praktischen Beispielen kann man die Menschen überzeugen, dass eine Landwirtschaft im Einklang mit der Natur und ohne Gifte möglich ist. Dieses Beispiel zu setzen ist dem Kronprinzen und seinem Farm-Manager David Wilson gelungen. Landwirte aus ganz Britannien pilgern heute zur Duchy Home Farm, um sich den Mut und das Wissen zu holen, ihre eigene Landwirtschaft umzustellen. Der Film zeigt die Geschichte der Zusammenarbeit dieser beiden Männer und den Erfolg ihres gemeinsamen Projekts in teils opulenten, poetischen Bildern.

Die Premierenvorstellung in den Münchner City-Kinos, Sonnenstraße 12, findet am Donnerstag, 20. November um 20.30 Uhr statt. Anschluss gibt es eine Diskussion mit Regisseur und Produzent Bertram Verhaag. Kartenreservierung über den Vorverkauf des Kinos unter 089/59 19 83.


Fachtagung in Fulda zu 100 Prozent Öko-Fütterung

Eine der Herausforderung in der Öko-Tierhaltung ist die flächendeckende Umsetzung einer hundertprozentigen Öko-Fütterung. Welche Perspektiven und Lösungswege gibt es, wo besteht noch Forschungsbedarf? Mit diesen Fragen beschäftigt sich eine Fachveranstaltung, die der Verbund Ökologische Praxisforschung und die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen am 25. November in Fulda anbietet.

Bei Öko-Rindern ist die Fütterung mit 100 Prozent Öko-Futter bereits erreicht; bei Schweinen und Geflügel dagegen ist die so genannte Eiweißlücke noch nicht geschlossen. Deshalb erlaubt die EU-Öko-Verordnung bislang noch per Ausnahmegenehmigung maximal fünf Prozent konventionell erzeugtes Eiweißfutter. Ziel der Tagung ist es, den aktuellen Stand in Forschung und Praxis darzustellen und mögliche Lösungswege zu skizzieren.

So wird Naturland Berater Werner Vogt-Kaute aufzeigen, welche aktuellen Entwicklungen es in der Geflügelhaltung gibt und wo noch Engpässe auf dem Weg zu den 100 Prozent liegen. Andere Vorträge befassen sich mit der Situation in der Schweinehaltung oder aktuellen wissenschaftlichen Forschungsvorhaben zum Thema Öko-Fütterung.

Die „VÖP-Akteurstagung 100 Prozent Bio-Fütterung: Perspektiven, Lösungswege und Forschungsbedarf“ findet am 25. November 2014 von 10:30 bis 16:30 Uhr in Fulda statt. Die Anmeldung erfolgt über die Seite des Forschungsinstituts für Biologischen Landbau,  FiBL.


Protest gegen Patentierung von Saatgut in München

Demonstranten vor dem Europäischen Patentamt in München (Quelle: Naturland)

Kein Patent auf Leben: Ein breites Bündnis von Verbänden und Nichtregierungsorganisationen hat am 27. Oktober vor dem Europäischen Patentamt in München gegen die Vergabe von Patenten auf Pflanzen und Tiere demonstriert. Mitten drin auch einige Vertreter von Naturland. Anlass war eine öffentliche Anhörung zu Patenten auf bestimmte Brokkoli- und Tomatenzüchtungen, die zeitgleich in der Behörde stattfand. Dabei ging es um die grundsätzliche Frage, ob nach herkömmlichen Verfahren (also ohne Gentechnik) gezüchtete Pflanzen mit bestimmten Merkmalen patentierbar sind oder nicht.

Mit einer aufblasbaren Tomate und einem riesigen Brokkoli machten die Demonstranten vor dem Patentamt auf die ökologischen und sozialen Gefahren aufmerksam, welche eine Patentierung von Saatgut mit sich bringen würde: Es käme dann auch in der herkömmlichen Züchtung zu einer zunehmenden Monopolisierung, wie dies bereits aus dem Bereich der Gentech-Züchtung bekannt ist. Kleinere Züchter würden vom Markt gedrängt, die Vielfalt des kulturellen Erbes Saatgut eingeschränkt und damit letztlich auch unsere Ernährungssouveränität bedroht. Das Bündnis  „No Patents on Seeds“, das die Demonstration organisiert hatte, fordert deshalb ein generelles  Verbot aller Patente auf Pflanzen und Tieren.


Aktuelle Pressemitteilungen


04.11.2014: Mit Öko-Tierhaltung in die Zukunft

Naturland auf der EuroTier 2014 – Fachinformationen zu Umstellung und Vermarktung

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31.10.2014: Naturland begrüßt Neuordnung der Öko-Förderung im Freistaat

Wichtiges Signal für mehr Bio in Bayern

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15.10.2014: Öko-Landbau stärkt Kleinbauern im Kampf gegen den Welthunger

Naturland zum Welternährungstag am 16. Oktober

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13.10.2014: Fair wird Mehrwert für Öko-Bäcker

Naturland & Partner auf der Fachmesse südback in Stuttgart

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21.09.2014: Mit fair zu öko

Kaffeeproduzenten aus Burundi suchen einen Markt und finden ein neues Wertesystem

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17.09.2014: Naturland Fachberatung verstärkt ihre Führungsspitze

Jens Binder neuer Geschäftsführer von Öko-Beratungsgesellschaft und Erzeugerring

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08.09.2014: Öko und Fair aus einer Hand

Naturland & Partner auf den Fachmessen BioNord und BioSüd

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Menschen bei Naturland