JPF FFH 250Mit 1,3 Milliarden Euro erreichte der Faire Handel in Deutschland 2016 ein neues Umsatzhoch und setzt damit seinen Wachstumskurs fort. Doch der Druck auf Produzentinnen und Produzenten durch schwankende Weltmarktpreise, erschwerte klimatische Bedingungen sowie asymmetrische Machtverhältnisse im Welthandel verdeutlichen die Notwendigkeit der politischen Arbeit der Fair-Handels-Bewegung.

Das gab heute das Forum Fairer Handel, der Verband des Fairen Handels in Deutschland, auf seiner Jahrespressekonferenz bekannt. Naturland ist seit 2013 Mitglied im Forum Fairer Handel und lieferte Umsatzzahlen aus dem Fairen Handel in Europa.

Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth besucht Naturland Zentrale in Gräfelfing

reese roth heigl 250Die notwendige grundlegende Neuausrichtung der Agrarpolitik in Deutschland und Europa war ein zentrales Thema beim Besuch von Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth beim Öko-Verband Naturland am Freitag in Gräfelfing. Dabei erläuterte Naturland Präsident Hubert Heigl der Grünen-Politikerin die Forderungen der deutschen Öko-Branche zur Neugestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) ab 2020, die derzeit bereits verhandelt wird.

„Es geht um eine faire Partnerschaft zwischen Bauern und Gesellschaft, in der öffentliche Gelder tatsächlich auch für öffentliche Leistungen verwendet werden“, sagte Heigl. Statt weiter Geld mit der Gießkanne zu verteilen und so vor allem Landbesitz zu belohnen, sollten die Landwirte – ökologische wie konventionelle – künftig für ihre Leistungen entlohnt werden: für sauberes Wasser, Artenvielfalt, Klima- und Tierschutz.

Naturland Verbandsarbeit, Nachhaltigkeitsziele und Perspektiven für künftige Zusammenarbeit

chinesische delegation 250 Am 5. Juli 2017 besuchte eine chinesische Delegation der Provinz Guizhou die Naturland Geschäftsstelle in Gräfelfing. Die Gruppe war im Rahmen eines zweiwöchigen Weiterbildungsprogrammes in Frankfurt und München unterwegs, organisiert vom China Education & Training Center CETC. Ziel der Weiterbildung war es, die Delegation über die landwirtschaftlichen Strukturen, landwirtschaftlichen Verbände und Genossenschaften in Deutschland aufzuklären.

Die Teilnehmer stammten überwiegend aus dem Bereich der Armutsbekämpfung und Entwicklungshilfe, tätig am Poverty Alleviation and Development Office of Guizhou Province. Guizhou liegt im gebirgigen Süden des chinesischen Binnenlandes, am Fuße des Himalaya Gebirges. Die Provinz ist ungefähr halb so groß wie Deutschland und hat rund halb so viele Einwohner wie Deutschland.

Löwenstein: Bundesminister Schmidt hat wichtige Verhandlungsziele noch nicht erreicht

Felix Loewenstein 250Der derzeit vorliegende Kompromiss zur Neufassung der EU-Öko-Verordnung ist nach wie vor unzureichend und muss dringend nachgebessert werden. Felix Prinz zu Löwenstein, Naturland Bauer und Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), appelliert deshalb an Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt, zusammen mit anderen Mitgliedsstaaten auf den letzten Metern die erforderlichen Verbesserungen durchzusetzen oder sich gegen den unzureichenden Entwurf zu stellen.

„Der im Trilog gefundene Kompromiss liegt nun vor. Er ist kein Fortschritt für Bio, der eine Verabschiedung rechtfertigen würde", sagte Löwenstein am Donnerstag (6. Juli) in Berlin.

Besuch in Naturland Geschäftsstelle - ökologische Landwirtschaft und Sozialstandards im Fokus

Die philippinische Delegation zu Besuch in Gräfelfing Am 28. Juni 2017 besuchte eine philippinische Delegation die Naturland Geschäftsstelle in Gräfelfing. Der Besuch fand im Rahmen einer einwöchigen Studienreise zum Thema Wertschöpfungsketten ökologischer Lebensmittel, organisiert von AFOS (Stiftung für unternehmerische Entwicklungszusammenarbeit) statt.

Die Teilnehmer waren überwiegend Politiker und Landwirte, die die ökologische Landwirtschaft auf den Philippinen fördern wollen. Bei dem Treffen mit Vertretern der LVÖ (Landesverband für Ökologischen Landbau) sowie von Naturland erhielten die Delegierten Einblicke in die Struktur der ökologischen Landwirtschaft in Deutschland sowie die internationale Erfahrung von Naturland und diskutierten Herausforderungen und Strategien bei der Vermarktung ökologischer Lebensmittel.

BÖLW fordert: Schmidt und EU-Parlament müssen gegen Entwurf des neuen Bio-Rechts stimmen

EU Flagge 250 Im informellen Trilog zur Revision der EU-Öko-Verordnung haben sich die Verhandler gestern auf eine Abstimmungsvorlage für ein neues Bio-Recht geeinigt, die aktuell nur den Trilogpartnern bekannt ist.
Im Namen der BÖLW-Mitgliederversammlung in Berlin kommentiert der Vorsitzende des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Felix Prinz zu Löwenstein: „Die Revision der EU-Öko-Verordnung ist nicht vorbei, denn eine Einigung im informellen Trilog bedeutet noch kein neues Bio-Recht. 28 EU-Mitgliedsstaaten und das gesamte EU-Parlament werden nun den Vorschlag der Verhandler beraten und darüber abstimmen."