Bundestag geht beim Verbot von unfairen Handelspraktiken nicht weit genug

Berlin/ Wuppertal, 07.05.2021 – Brot für die Welt, Forum Fairer Handel und GEPA – The Fair Trade Company kritisieren, pm dumpingpreise 250pxdass das gestern Abend vom Bundestag verabschiedete Gesetz zum Verbot von unfairen Handelspraktiken nicht weit genug geht. Zwar gehe das Gesetz über die Anforderungen der EU-Richtlinie über unlautere Handelspraktiken in der Agrar- und Lebensmittelversorgungskette hinaus. Zudem sei begrüßenswert, dass sich der Bundestag für eine unabhängige Ombudsstelle ausgesprochen hat, bei der auch Zulieferer aus Nicht-EU-Ländern Beschwerden über unlautere Handelspraktiken einreichen sowie unfaire Preise melden können. Es sei jedoch verpasst worden, existenzsichernde Einkommen und damit eine gerechtere Verteilung der Wertschöpfung im Lebensmittelhandel zu fördern. Die Preise, die Erzeugerinnen und Erzeuger für ihre Produkte erhalten, decken häufig nicht einmal die Produktionskosten. Um dies zu ändern, hätte ein Verbot des Einkaufs unterhalb der Produktionskosten in das Gesetz mitaufgenommen werden müssen, so Brot für die Welt, Forum Fairer Handel und die GEPA.

Berlin, 22.04.2021 – Dipostkarte lieferkettengesetz Bild Delegierte 250e Einigung der Großen Koalition auf ein Lieferkettengesetz ist ein wichtiger Schritt für mehr Gerechtigkeit in globalen Lieferketten. Um wirklich wirksam werden zu können, muss der vorliegende Gesetzentwurf allerdings dringend noch nachgessert werden, fordert das Forum Fairer Handel (FFH) anlässlich der ersten Lesung am Freitag im Bundestag. 

„Unternehmen müssen Verantwortung für die Arbeiter*innen entlang ihrer gesamten Lieferkette übernehmen. Entsprechend müssen die Sorgfaltspflichten vollumfänglich für die gesamte Lieferkette und nicht nur, wie derzeit im Gesetzentwurf vorgesehen, für direkte Zulieferer – also Vertragspartner – gelten", sagte die FFH-Vorstandsvorsitzende Andrea Fütter am Freitag in Berlin. Naturand ist Mitglied im FFH, dem Verband des Fairen Handels in Deutschland.

seaspiracy 250pxDie zerstörerische Ausbeutung unserer Weltmeere ist ein großes Problem, das dringend mehr Aufmerksamkeit benötigt. Die Dokumentation „Seaspiracy“ auf der Streaming-Plattform Netflix erzeugt diese Aufmerksamkeit, indem sie ein grelles Licht auf die in der Tat zahlreichen Schattenseiten der internationalen Fischwirtschaft wirft. Allerdings ist dieses Licht so grell, dass alle erfolgreichen Alternativen und Lösungskonzepte gleichsam ausgeblendet werden.

Nachhaltige Fischerei sei gar nicht möglich, so die verallgemeinernde Grundthese der Dokumentation. Diese These ist ebenso falsch, wie gefährlich.

Öko-Betrieb aus Rheinland-Pfalz bekommt Umstellungsförderung

Familie AllerDer Naturland Betrieb von Familie Aller aus Maxsain in Rheinland-Pfalz gehört zu den diesjährigen Siegern des NABU-Wettbewerbs „Gemeinsam Boden gut machen“.

Der Wettbewerb soll landwirtschaftliche Betriebe bei der Umstellung auf Öko-Landbau unterstützen. Familie Aller will ihr Preisgeld für die Förderung von Arten- und Naturschutz auf dem Wiesenhof einsetzen.

keine gentechnik 250pxBerlin/Gräfelfing, 21.04.2021 - Gentechnik hat in unserer Nahrung nichts zu suchen. Darin ist sich der große Mehrheit der Verbraucher:innen in Deutschland seit langem einig. Dennoch lässt die Gentechnik-Lobby nichts unversucht, die aktuelle rechtliche Definition von Gentechnik aufzuweichen, um neue Verfahren wie CRISPR/Cas von der gesetzlichen Regulierung auszunehmen.

Dagegen wendet sich ein breites Bündnis von Verbänden und Organisationen aus den Bereichen Umwelt-, Tier-, Natur- und Verbraucherschutz sowie der Landwirtschaft, Lebensmittelwirtschaft und Entwicklungspolitik, darunter auch Naturland.

Führungswechsel bei der Beratung für Naturland

thomas martin pm 250pxHohenkammer, 15.04.2021 - Die Beratung für Naturland erweitert ihre Führung und ihr Beratungskonzept. Angesichts der Vielfalt neuer Aufgaben sowie des starken Wachstums von Naturland gibt es künftig zwei statt nur einen Geschäftsführer.

Martin Bär (52), Regionalberater sowie Geschäftsführer des Naturland Baden-Württemberg e.V., leitet fortan die Geschäfte der bundesweit agierenden Öko-Beratungsgesellschaft mbH (ÖBG). An der Spitze des in Bayern tätigen Erzeugerrings für naturgemäßen Landbau e. V. steht Thomas Neumaier (32), der dort neben seiner Tätigkeit als Berater bereits seit knapp einem Jahr auch mit Leitungsaufgaben betraut war.