Erzeuger

Neue Landwirtschaftsministerin zu Gast bei Naturland Mitgliederversammlung

ministerin otte kinast 350V.l.n.r. Everhard Hüsemann, Barbara Otte-Kinast und Naturland Fachberater Andreas JessenDer Öko-Landbau in Niedersachsen ist im vergangen Jahr so stark gewachsen wie nie zuvor. „Immer mehr Betriebe erkennen, dass der Öko-Landbau ihnen ökonomisch wie auch ökologisch langfristige Perspektiven bietet. Diese Chance gilt es zu nutzen durch Kontinuität bei den politischen Rahmenbedingungen“, sagte der Naturland Landesvorsitzende Everhard Hüseman auf der Mitgliederversammlung des Öko-Verbands in Hannover. Die neue Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast machte als Gastrednerin deutlich, dass auch sie noch viel Potenzial für mehr Öko aus Niedersachsen sieht.

„Die neue Landesregierung möchte diesen erfreulichen Trend weiterhin unterstützen“, sagte Otte-Kinast. Zwar bleibe das Land mit einem Öko-Anteil von 3,5 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche noch deutlich hinter dem Bundesdurchschnitt von sieben Prozent zurück. Dennoch würden aber schon heute 40 Prozent der deutschen Bio-Eier und Bio-Äpfel in Niedersachsen erzeugt, bei Bio-Hähnchen und Bio-Kartoffeln liege der Anteil bei 30 Prozent. Ihr Ziel sei es deshalb, dass Niedersachsen auch im Öko-Bereich zum Agrarland Nr. 1 werde, betonte die CDU-Politikerin.

Um dieses Ziel zu erreichen, kündigte Otte-Kinast verstärkte Investitionen in Projekte zum Aufbau und der Stärkung von Wertschöpfungsketten, zur Beratung, zur Ausbildung und im Bereich der Forschung an. Der Naturland Landesvorsitzende forderte die Ministerin auf, auch durch ein vermehrtes Öko-Angebot in der Außerhausverpflegung Signale zu setzen und so den Absatz zu fördern. Die Kantine im Landwirtschaftsministerium könne hier mit gutem Beispiel vorangehen, schlug Hüseman vor.

Die praktische Umsetzung der EU-Öko-Verordnung im Land war ein weiteres Thema, dass die etwa 50 anwesenden Naturland Bauern bei der Versammlung am Montag (09.01.) mit der Ministerin diskutierten. Diese müsse weiterhin im engen Austausch zwischen Öko-Verbänden und der Kontrollbehörde entwickelt werden, forderte Hüseman. Otte-Kinast sagte zu, den schon bestehenden Prozess persönlich begleiten zu wollen: „Kontrollen müssen gründlich, aber mit Augenmaß erfolgen“, betonte die Ministerin. Dies gelte auch für Kontrollen in anderen Bereichen der Lebensmittelüberwachung.

In Niedersachsen gibt es derzeit 133 Naturland Betriebe, zwölf Prozent mehr als vor einem Jahr. Rund 7.000 Hektar im Land werden nach den Naturland Richtlinien bewirtschaftet.

 

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