Ehrenamt
Naturland sind Mitglieder!
Die Basis von Naturland sind die Mitglieder, die Naturland-Bäuerinnen und -Bauern auf der ganzen Welt. Die Mitglieder in Deutschland wählen in den jeweiligen Bundesländern aus ihren Reihen ehrenamtliche Vertreter:innen, die Delegierten. Je mehr Naturland-Mitglieder in einem Bundesland sind, desto größer ist auch die Anzahl der Delegierten. Die Delegierten bilden zusammen mit weiteren möglichen Beisitzern die Landesvorstände und bestimmen eine:n Landesvorsitzende:n. Unsere internationalen Mitglieder wählen natürlich auch und werden vom internationalen Beirat (World Advisory Board) vertreten. In einer Delegiertenversammlung wählen die deutschen und internationalen Delegierten alle vier Jahre ein sechsköpfiges Präsidium, das dem Verband ehrenamtlich vorsteht. Auf dieser Seite stellen wir unsere ehrenamtlichen Vorstände vor.
Wer wir sind
Präsidium
Eberhard Räder
Präsident
Der Betrieb des Naturland Präsidenten Eberhard Räder liegt in Bastheim in der bayerischen Rhön.
Auf 350 ha werden Kleegras, Weizen, Dinkel, Sonnenblumen, Hirse, Körnermais, Raps, Hafer und Braugerste angebaut. Die Gülle der 600 Mastschweine wird in einer Biogasanlage vergoren.
Außerdem Strom, liefert die 250 kW-Anlage Wärme für 150 Wohnhäuser über ein Nahwärmenetz. Das Gärsubstrat wird zudem mit Holzhackschnitzeln zu Kompost weiterverarbeitet. Neben dem vierfachen Familienvater unterstützen weitere Mitarbeitende den Betrieb. Eine der größten betrieblichen Herausforderungen ist der in nächster Zeit anstehende Generationswechsel.
Moritz Reimer
Vize-Präsident
Moritz Reimer bewirtschaftet im niedersächsischen Hornburg einen 400 Hektar großen Ackerbaubetrieb. Der Familienvater mit zwei kleinen Kindern wird von zwei Mitarbeitenden und seinem Schwager unterstützt. Der elterliche Betrieb hat seine Wurzeln in einer preußischen Staatsdomäne, die 1920 teilweise in Familienbesitz überging. Heute liegt der Betriebsschwerpunkt auf Druschfrüchten. Neben Kleegras und Winterweizen werden Winterdinkel, Sommergerste, Sonnenblumen, Körnermais und Soja, vorrangig für die Saatgutvermehrung, angebaut. Vor seinem Studium zum Agraringenieur hat Moritz Reimer eine landwirtschaftliche Lehre gemacht.
Udo Rumpel
Präsidium
Sein 55 ha großer Ackerbaubetrieb liegt in Unterfranken im Landkreis Schweinfurt. Auf den Feldern wird neben Weizen, Dinkel, Ackerbohnen und Soja zur Saatgutvermehrung auch Rote Bete und die „Fränkische Platterbse“ als Lebensmittel angebaut. Neben seinem Ackerbaubetrieb betreibt Rumpel einen Kompostplatz für Grüngut. Als Initiator und Teilhaber ist Rumpel seit 2002 an zwei Bürgerwindrädern beteiligt, die aktuell ein Repowering erfahren. Zudem ist er Vorstandsmitglied einer Genossenschaft, die in der Region einen Unverpacktladen sowie ein Bio-Bistro und einen Secondhandladen betreibt. Der Agraringenieur ist verheiratet und hat vier erwachsene Kinder.
Jörg Hansen
Präsidium
Gemeinsam mit seiner Frau bewirtschaftet der gebürtig aus Rheinland-Pfalz stammende Hansen einen Betrieb nahe Grömitz in Schleswig-Holstein. Auf 250 ha wird vorrangig Winter- und Sommerweizen, Hafer, Gerste, Roggen und Dinkel, Triticale und Ackerbohnen als Saatgut vermehrt, dann aufbereitet und verpackt. Nach seiner Lehre und dem Studium war Jörg Hansen als Ökokontrolleur in Deutschland und Brasilien tätig. Ein Schwerpunkt seiner Kontrolltätigkeit waren Weinbaubetriebe. Zudem war er viele Jahre als Landesvorsitzender in Schleswig-Holstein und als Delegierter im Naturland-Ehrenamt aktiv.
Isabell von Oertzen
Präsidium
Nach ihrem Agrarstudium arbeitete Isabell von Oertzen viele Jahre in der Entwicklungshilfe, vor allem in Tansania in Afrika. Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit lag dabei insbesondere im Naturschutz. Vor circa zehn Jahren gründete sie gemeinsam mit zwei Geschäftspartnern in Tansania ein auf Bio-Produktion ausgerichtetes Honigunternehmen. Inzwischen produzieren über 4.000 Erzeuger in mehr als 50 Dörfern – vorrangig in Natur- und Artenschutzgebieten – für das Unternehmen. Das Schleudern, Abfüllen und Verpacken des Honigs wird zu 80 Prozent von Frauen durchgeführt und bietet ihnen damit eine gute Einkommensmöglichkeit. Eine der größten Herausforderungen mit direkter Auswirkung auf die Erzeuger ist die Erschließung von Marktzugängen vor Ort.
Zeno Piatti-Fünfkirchen
Präsidium
Zeno Piatti-Fünfkirchen verwaltet zusammen mit seinem Vater den Gutsbetrieb „Stutenhof” in Niederösterreich. Auf rund 2.000 Hektar werden Land- und Forstwirtschaft betrieben. Eine Besonderheit des seit 1982 ökologisch geführten Betriebs ist seine grenznahe Lage. Die Flächen liegen je zur Hälfte in Österreich und in Tschechien. Zeno Piatti-Fünfkirchen ist Mitte 30 und der erste Österreicher im Präsidium. Als Vizepräsident der Vereinigung der Land- und Forstbetriebe Österreichs sowie als Obmann der ARGE Agroforst beschäftigt er sich bereits seit Langem mit agrarpolitischen Herausforderungen auf nationaler und internationaler Ebene.
Naturland Ehrenamt in den Bundesländern
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