Unser Projekt in den Philippinen
Internationales Engagement
Organic Farming 4 Livelihoods (OF4L)
Förderung resilienter Gemeinschaften in den Philippinen
Auf den Philippinen sind über 50% der Bevölkerung von der Landwirtschaft abhängig – das sind mehr als 55 Millionen Menschen. Der ökologische Landbau bietet vielversprechende Perspektiven für die ländliche Entwicklung und den Umweltschutz und trägt zur Ernährungssicherheit, zum Klimaschutz und zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei.
Die ökologische Bewegung auf den Philippinen zeichnet sich durch eine aktive Zivilgesellschaft und zahlreiche lokale Organisationen auf den Inseln aus. Kleinbauern sind für den ökologischen Anbau von entscheidender Bedeutung. Sie liefern Reis, Mais, Gemüse, Kaffee, Obst und Wurzelfrüchte vor allem für den heimischen Markt. Das Nationale Programm für ökologischen Landbau koordiniert unterstützende Maßnahmen, wobei die lokalen Behörden eine wichtige Rolle bei der Umsetzung spielen. Das Gesetz Nr. 11511 aus dem Jahr 2020 erkennt partizipative Garantiesysteme (PGS) zur Qualitätssicherung an und erleichtert damit Kleinbauern die Zertifizierung ihrer ökologischen Erzeugnisse. Einige Gemeinden fördern den ökologischen Anbau auf lokaler Ebene aktiv mit Unterstützung der Liga der Gemeinden und Städte für ökologischen Landbau der Philippinen (LOAMCP).
Nach den neuesten Statistiken sind rund 1,8 % der landwirtschaftlichen Fläche auf den Philippinen für den ökologischen Landbau genutzt. Diese bewirtschaften über 14.000 Erzeuger:innen (FiBL 2024). Die Zahl ist wahrscheinlich zu niedrig angesetzt, da viele Bauern, die ökologische Wirtschaften, aufgrund der Kosten und des Aufwands die Zertifizierung für den lokalen Markt scheuen. Durch staatliche Unterstützung für PGS könnte das Ziel von fünf Prozent ökologischer Landwirtschaftsfläche in naher Zukunft dennoch erreicht werden. Zwar sind Bio-Produkte auch auf den Philippinen in der Regel teurer. Dem gegenüber steht aber eine wachsende urbane Mittelschicht mit steigender Kaufkraft. Das verspricht ein erhebliches Wachstumspotenzial für den heimischen Bio-Sektor.
Trotz des vielversprechenden Potenzials stehen insbesondere Kleinbauern bei der Umstellung auf ökologischen Landbau vor großen Herausforderungen. Zu den Hindernissen zählen begrenzte technische Kenntnisse, hohe Zertifizierungskosten, unzureichende ökologische Betriebsmittel und ein schlechter Marktzugang.
Naturland geht diese Hindernisse an. Das Projekt
- verbessert das Wissen der Landwirt:innen durch Schulungen und Innovation.
- stärkt den ökologischen Anbau durch einen besseren Zugang zu ökologischen Betriebsmitteln und Saatgut sowie durch eine Vernetzung der relevanten Akteure.
- fördert durch Kommunikation und Austausch die Wertschätzung lokaler Verbraucher gegenüber Bio-Lebensmitteln.
- erleichtert Kleinbauern den Weg in die ökologische Zertifizierung durch kostengünstige Modelle wie PGS und Gruppenzertifizierung.
Naturland arbeitet mit gleichgesinnten Organisationen im Land zusammen, darunter der Nationale Rat für ökologische Landwirtschaft, LOAMCP und andere unterstützende lokale Regierungsstellen, Masipag, Global Seed Savers Philippines, IFOAM Asia und viele mehr.
Laufzeit: 2024–2027 (3 Jahre)
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Finanzierung
Das Projekt wird von Misereor über die Katholische Zentralstelle für Globale Entwicklung e.V. (KZE) finanziert.