Entfernung von CO₂ aus der Atmosphäre bei gleichzeitiger Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit
Die Kohlenstoffspeicherung ist ein unverzichtbarer Baustein zur Reduzierung der CO₂-Emissionen. Verschiedene Methoden, die Böden, Ozeane, Bäume, landwirtschaftliche Praktiken sowie die direkte Entnahme aus der Luft nutzen, haben sich als wirksam erwiesen, um den Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre zu reduzieren und somit zur Erreichung der Klimaziele beizutragen. Darüber hinaus bietet Enhanced Rock Weathering (ERW), das den natürlichen Prozess der Mineralverwitterung zur Kohlenstoffbindung beschleunigt, einen vielversprechenden Ansatz zur weiteren Sequestrierung von CO₂.
Im Rahmen des Projekts leistet Naturland technische Unterstützung und stellt Versuchsflächen zur Verfügung. Bei der ERW-Technologie wird Basaltgestein auf landwirtschaftlichen Flächen ausgebracht, sodass das Gesteinsmehl mit dem CO₂ im Boden reagiert und Bicarbonate bildet, wodurch der natürliche Verwitterungsprozess beschleunigt wird. Mit modernster Messtechnik und Simulationsmodellen lässt sich die Menge an CO₂, die nach dem Ausbringen des Gesteinsmehls jährlich aus der Atmosphäre entfernt wird, bestimmen.
Ziel des Projekts ist, CO₂ langfristig (mehr als 10.000 Jahre) zu binden und gleichzeitig den Boden mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen, um die Ernteerträge zu steigern. Das Projekt wird außerdem zeigen, ob und wie gut die ERW-Technologie auf Böden in Deutschland funktioniert. In Zusammenarbeit mit Zertifizierungsunternehmen und unter strengsten Auflagen können CO₂-Negativzertifikate generiert werden, mit denen Unternehmen und Länder ihre unvermeidbaren CO₂-Emissionen kompensieren können.
So funktioniert es:
Die wichtigsten Vorteile von ERW:
Laufzeit: 2025 – 2027 (2 Jahre)
Kofinanziert durch Nordrhein-Westfalen im Rahmen von „Grüne Gründungen.NRW“ sowie mit Mitteln der Europäischen Union.
© Titelbild: Feldversuche; Bild: AEROC GmbH