Naturland mit stabilem Wachstum

Naturland-Kaffeebauern in Uganda
Naturland-Kaffeebauern in Uganda (Credit: Naturland/Christian Nusch)
Februar 11, 2025

Größter internationaler Öko-Verband: 128.000 Bäuerinnen und Bauern mit 750.000 Hektar in 61 Ländern

Vor dem Hintergrund einer guten Bio-Nachfrage im Handel hat Naturland 2024 wieder stabile Zuwächse verzeichnen können. Besonders stark fiel die Entwicklung im internationalen Bereich aus: Die Zahl der Bäuerinnen und Bauern, die weltweit nach Naturland-Richtlinien arbeiten, stieg um etwa 11 Prozent, die bewirtschaftete Fläche sogar um rund 20 Prozent. Verhaltener, aber ebenfalls positiv war die Entwicklung in Deutschland.

In Deutschland wurden im vergangenen Jahr gut 17.000 Hektar Äcker und Wiesen auf ökologische Bewirtschaftung nach Naturland-Richtlinien umgestellt, ein Zuwachs um 5,1 Prozent auf insgesamt 355.000 Hektar. Dazu kommen knapp 56.000 Hektar ökologisch bewirtschafteter Wald (plus 5,0 Prozent). Trotz dieses deutlichen Flächenzuwachses blieb die Zahl der Betriebe annähernd gleich. Zum Jahresbeginn 2025 hatte Naturland 4.807 Mitgliedsbetriebe in Deutschland (plus fünf).

Erneut starke Entwicklung in Österreich

In Österreich war erneut eine erfreulich starke Entwicklung zu verzeichnen: 2024 konnte Naturland insgesamt 301 neue österreichische Mitgliedsbetriebe gewinnen, ein Plus von 15,3 Prozent. Die bewirtschaftete Fläche legte um gut 25 Prozent zu. Insgesamt gibt es in Österreich nun 2.272 Naturland-Mitgliedsbetriebe, die knapp 73.000 Hektar ökologisch bewirtschaften.

Um dieser Entwicklung auch verbandspolitisch Rechnung zu tragen, gibt es seit November 2024 mit Josef Brunnbauer erstmals einen eigenen Geschäftsführer für Naturland in Österreich. Er baut Verbandsstrukturen im Land auf, um die österreichischen Mitglieder in Zukunft enger in die Naturland-Gemeinschaft einzubinden.

Rund 20 Prozent mehr Naturland-zertifizierte Fläche weltweit

International fiel die Entwicklung regional unterschiedlich aus, in der Summe war aber ein klarer Aufwärtstrend zu verzeichnen. In weltweit 59 Ländern (ohne Deutschland und Österreich) werden nun insgesamt fast 280.000 Hektar landwirtschaftlicher Fläche nach Naturland-Richtlinien bewirtschaftet. Das sind fast 20 Prozent mehr als noch vor einem Jahr.
Die Zahl der internationalen Naturland-Bäuerinnen und Bauern wuchs um knapp 11 Prozent auf 121.000. Der überwiegende Teil von ihnen ist in Kooperativen und Erzeugergemeinschaften organisiert. Die Zahl der Naturland-Kooperativen stieg von 181 auf 214 – eine Entwicklung, die die Rolle von Naturland als Verband der kleinbäuerlichen Landwirtschaft festigt.

Auf dem afrikanischen Kontinent ist Naturland erstmals auch in Kenia und der Elfenbeinküste mit Mitgliedern vertreten. In Kenia erzeugen mehr als 5.000 kleinbäuerliche Familienbetriebe Avocado-Öl, Macadamia-Öl und getrocknete Mangos. An der Elfenbeinküste stellte eine kleinbäuerliche Kooperative mit 6.500 Cashew-Produzenten auf Naturland-Richtlinien um. In Tansania wiederum, wo Naturland auch bisher schon aktiv war, kamen mehrere Kooperativen mit Gewürzen und Honig dazu. Zuwächse gab es aber auch in verschiedenen Ländern Lateinamerikas, Asiens sowie in Europa..

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