agroforst 1199

Naturland International

imker gross

Die Maya-Gemeinden auf der Halbinsel Yucatan in Mexiko haben vor Gericht einen wichtigen Sieg erstritten. Der Oberste Mexikanische Gerichtshof, der einem Verfassungsgericht gleich kommt, hat Monsanto die Anbaugenehmigung für die kommerzielle Aussaat von Gensoja auf der Halbinsel Yucatan entzogen.

Das Gericht kam in einer am 4. November einstimmig gefassten Entscheidung zu dem Schluss, dass die dem Monsanto-Konzern erteilte Genehmigung keine Gültigkeit besitze, da Verfassungsrechte der indigenen Völker verletzt worden seien, berichtete die mexikanische Zeitung La Jornada. Die mexikanischen Behörden hätten zuvor eine Konsultation der betroffenen, indigenen Gemeinden durchführen müssen.

Die Maya Imker hatten gegen die Anbaugenehmigung geklagt und ihre Klage mit einer Petition mit über 74.000 Unterzeichnern untermauert. Auch Naturland hatte die Maya-Imker in ihrem Anliegen unterstützt und die Petition im Vorfeld über seine Informationskanäle verbreitet.

Das Thema Gentechnik ist damit in Mexiko aber noch nicht vom Tisch. Das Gesetz sieht nämlich nur die Konsultation für Gemeinden mit indigener Bevölkerung vor und regelt außerdem nicht, dass die Entscheidung der befragten Bevölkerung wirklich respektiert werden muss. Die mexikanischen Imker und Bauern werden weiterhin internationale Aufmerksamkeit und Unterstützung benötigen, um sich auch langfristig gegen die wirtschaftlichen Interessen von Monsanto durchzusetzen.