Verbraucher
Ein Netzwerk von mehr als 200 Biohöfen

Von Apfelanbau über Rosenzucht bis Ziegenhof – In Deutschland wirtschaften mehr als 23.000 Betriebe nach ökologischen Richtlinien. Aus dieser Vielfalt hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft 242 Biohöfe zu Demonstrationsbetrieben ernannt, darunter 40 Naturland Höfe. Diese Biobetriebe öffnen ihre Türen für alle Interessierten sowie die Presse und zeigen wie der Ökolandbau in der Praxis funktioniert.

Das Angebot richtet sich an Fachleute genauso wie an Vereine oder Schulklassen. Die Biohöfe bieten in der Regel Hof- und Feldführungen und führen auch Veranstaltungen zu speziellen Fragestellungen durch. Eine Koordinationsstelle unterstützt Besuchergruppen bei der Betriebsauswahl, informiert über die Schwerpunkte der Höfe und berät die Presse bei Recherchen und Anfragen.


Weitere Informationen:

www.demonstrationsbetriebe.de
www.bio-live-erleben.de


Kontakt:

Koordinationsstelle Demonstrationsbetriebe
Ökologischer Landbau
Tel: 0228 - 41 00 28 - 3
E-Mail:

 

Hier einige der Naturland Demonstrationsbetriebe im Kurzporträt:

Familie Krämer lebt und arbeitet schon seit vielen Generationen auf ihrem Hof im fränkischen Auernhofen. Ende der achtziger Jahre stellten sie ihren Betrieb auf naturgemäßen Landbau nach den Richtlinien von Naturland um.

Insgesamt bewirtschaften die Krämers 78 Hektar, darunter auch vier Hektar Weinberge und knapp sechs Hektar Wald. Auf den Ackerflächen wachsen Brotgetreide, verschiedene Gemüse, Leguminosen, Kleearten und vieles mehr.

Der Naturland Hof Sitter entstand durch die Kooperation von Wilhelm Sitter mit dem Betrieb seines Vaters. 90 Prozent des 112 Hektar großen Betriebes sind gepachtet.
In den 1980er Jahren wurde der Betrieb umstrukturiert, neue Existenzgrundlage war die Spezialisierung auf die Mutterkuhhaltung mit extensiver Bewirtschaftung. Der Schritt zur Umstellung nach Naturland-Richtlinien war 1998 somit nur ein kleiner.

Anfang der neunziger Jahre übernahm Werner Schwarz den elterlichen Hof nahe Kallmünz in der Region Oberpfälzer Jura. Seit 1992 wirtschaftet er nach den Richtlinien von Naturland; zunächst im Neben-, dann ab 1996 im Haupterwerb.

Ein hohes Umweltbewusstsein und die hohe Grundwasserbelastung in der Region bewog die Familie Schwarz zur Umstellung. 1995 begannen sie eine Legehennenhaltung aufzubauen und erweiterten sie auf mittlerweile 7.500 Tiere.

Agraringenieur Günter Braun übernahm 1993 den elterlichen Nebenerwerbs-Bauernhof im Pegnitzer Ortsteil Körbeldorf und stellte ihn auf ökologischen Landbau nach den Richtlinien von Naturland um.

Mittlerweile ist daraus ein Vollerwerbsbetrieb mit 140 Hektar Nutzfläche geworden.

Die Verbundenheit von Sonja und Christian Herb findet sich schon in ihrem Namen wieder: „Herbae“ bedeutet im Lateinischen „Kräuter“.

Und der Name ist Programm in der BioGärtnerei, in der über 700 verschiedene Sorten und Arten aus aller Welt angebaut werden. Dazu kultivieren sie eine breite Vielfalt an Alten Gemüsesorten wie Tomaten, Chilis, Zucchinis und Kohlpflanzen.

Die Blumenschule in Schongau ist eine Raritäten-Gärtnerei für Heil-, Duft- und Gewürzpflanzen aus aller Welt.

In Themengärten wachsen Frauen- und Männerkräuter, Ahnenund Hexenkräuter, Teepflanzen, Räucher-, Duft- und Küchenkräuter, Pflanzen mit essbaren Blüten, historische Tomaten und Chili. Wildgemüse und Wildfrüchte gehören zu den Pflanzenschätzen, die nach Naturland-Richtlinien kultiviert werden.

Der Familienbetrieb liegt 40 Kilometer östlich von München und ist ein Pionier des ökologischen Landbaus.

Betriebsleiter Lorenz Lex stellte Ende der Siebziger Jahre aus gesundheitlichen Gründen seine Ernährung auf gesunde Vollwertkost um und entschied sich für die Umstellung auf Ökolandbau für den gesamten Hofbetrieb. Seit Gründung des Naturland Verbandes 1982 wirtschaftet der Hof nach dessen Richtlinien.

Wo sich einst schon das "Eichet" befand, dort liegt heute der landwirtschaftliche Betrieb Gut Eichethof, der seit Jahrhunderten zu Schloss Hohenkammer gehört.

Auf dem Schlossgut werden seit Beginn der 1990er Jahre rund 300 Hektar Acker nach den Richtlinien von Naturland bewirtschaftet.

Die Brüder Horst und Erhard Schönegge stellten 1985 den Betriebszweig Gemüsebau des elterlichen Betriebs in Freising auf biologischen Anbau um.
1989 gründeten sie als eigenständigen Betrieb den Naturgarten Schönegge, den sie seitdem nach den Richtlinien von Naturland bewirtschaften. 1992 erfolgte mit wenig Kapital und viel Eigenleistung die Umsiedlung nach Nandlstadt.

Josef Bauer stellte bereits 1990 die Ackerflächen des Seepointerhofs bei Kumhausen auf ökologischen Landbau nach den Richtlinien von Naturland um. Mit der Betriebsübernahme 1999 folgte auch die Umstellung der Hühnerhaltung.

Ein Stall wurde neu gebaut, Volieren und Auslauf für 2.700 Hennen geschaffen.Der Stall und die Außenanlagen wurden 2007 für die Haltung von 4.500 Tieren erweitert.