Naturland e.V.

Bundesregierung muss Allianz gegen die Totalrevision der EU-Öko-Verordnung schmieden

2014 11 27 deleg 250Gräfelfing – Im Streit um die von Brüssel geplante Totalrevision der EU-Öko-Verordnung warnt Naturland vor falschen Kompromissen zu Lasten der Zukunft des Öko-Landbaus. „Der derzeit diskutierte Vorschlag der italienischen Ratspräsidentschaft ist nicht mehr als ein Scheinkompromiss. An der grundsätzlich falschen Ausrichtung der Brüsseler Pläne ändert sich dadurch gar nichts“, sagte Hans Hohenester, Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzender, auf der Delegiertenversammlung des Öko-Verbandes am Donnerstag in Gräfelfing.
In einem einstimmig gefassten Beschluss forderten die Naturland Delegierten die Bundesregierung auf, alles daran zu setzen, um bis zur Sitzung des EU-Agrarministerrats am 15. Dezember Allianzen gegen die geplante Totalrevision und für eine Rettung des Öko-Landbaus in Europa zu schmieden. „Die Verbraucher wollen mehr heimisches Öko. Viele Landesregierungen in Deutschland unterstützen dies, indem sie die Rahmenbedingungen für Öko-Bauern verbessern. Diese positiven Ansätze werden aber durch die Entwicklung auf europäischer Ebene komplett konterkariert“, heißt es in dem Beschluss der Naturland Delegiertenversammlung.

 

Im „Internationalen Jahr der Böden“: Naturland auf der Internationalen Grünen Woche

IGW 250Gräfelfing/Berlin – Gesunde Böden sind der Schlüssel zur Sicherung der Welternährung. Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag zum Klimaschutz und zum Erhalt der Artenvielfalt. Im Öko-Landbau steht der Schutz des Bodens deshalb seit jeher im Mittelpunkt. Allerdings gehen jedes Jahr weltweit rund sechs Millionen Hektar fruchtbares Ackerland verloren. Aus diesem Grund hat die UNO 2015 zum „Internationalen Jahr der Böden“ erklärt.

Auf der Internationalen Grünen Woche vom 16. bis 25. Januar in Berlin können sich die Messebesucher am Naturland Stand in der Bio-Halle (1.2b) darüber informieren, was gesunde Böden alles leisten und was Öko-Bauern tun, um diese lebenswichtige Ressource zu schützen. „Bio – mehr Platz für Leben“ lautet das diesjährige Motto der Bio-Halle, wo Naturland mit einer Aktionsfläche sowie einem Gemeinschaftsstand mit insgesamt acht Naturland Partnern präsent sein wird. Besucher können sich auf der Aktionsfläche (Stand 214) informieren, wie viel Leben in einem gesunden Öko-Boden steckt.

50.000 Menschen demonstrieren für eine umfassende Agrarwende

WirHabensSatt2015Berlin – 50.000 Menschen haben zur Internationalen Grünen Woche in Berlin gegen Gentechnik, gegen das Freihandelsabkommen TTiP und für eine umfassende Agrarwende demonstriert. Sie forderten einen Kurswechsel in Richtung einer Landwirtschaft, die Bauern eine Zukunft gibt, damit sie ihrer Verantwortung gegenüber Verbrauchern, Tieren, Umwelt und Klima gerecht werden können.

Das machten bei der Abschlusskundgebung am Samstag vor dem Bundeskanzleramt zahlreiche Redner unterschiedlicher Organisationen deutlich, darunter auch Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und langjähriges Naturland Präsidiumsmitglied.

Kaffeeproduzenten aus Burundi suchen einen Markt und finden ein neues Wertesystem

2014 09 21 Fair 250Gräfelfing – Öko-Landbau hat nur dann Zukunft, wenn die Bauern davon leben können. Naturland hat deshalb mit dem Naturland Fair Zeichen eine freiwillige Zusatzzertifizierung geschaffen, die beides – öko und fair – aus einer Hand bietet.

Welchen konkreten Nutzen das für die Bauern bietet, darüber haben sich am Samstag zwei Vertreter von Kaffee-Kleinbauern aus Burundi mit einem Naturland Milchbauern aus Oberbayern ausgetauscht. Dabei wusste der Bayer zu berichten, dass Faire Partnerschaften auch für die Bauern im Norden wichtig sind, während die burundischen Gäste betonten, dass Fair auf Dauer auch im Süden nur mit Öko ein wirkliches Zukunftsmodell ist.

Fair wird Mehrwert für Öko-Bäcker

suedback 250Gräfelfing – Ein Öko-Sortiment ist für Bäckereien und Konditoreien in den vergangenen Jahren zum wichtigen Wettbewerbsvorteil geworden. Zugleich steigt das Interesse der Verbraucher an regional erzeugten und fair gehandelten Produkten. Für all das steht Naturland Fair: Ökologische Produktion, faire Handelsbeziehungen und soziale Verantwortung in der Region werden mit einem Zeichen sichtbar gemacht.

Auf der südback können sich Bäcker und Konditoren vom 18. bis 21.10.2014 am Naturland Stand in Halle 7, Stand 7D18 ausführlich informieren und Kontakte knüpfen. Vor Ort ist auch die Meyermühle aus Landhut, die als führende Öko-Mühle Premiummehl, Backmischungen und Zutaten in Naturland Fair Qualität liefert.

Naturland Winzer unter den Top 10 beim internationalen Weinpreis Mundus Vini

2CA 4939 webNürnberg – Naturland Wein ist international Spitze: Bei der Verleihung des internationalen Bio-Weinpreises Mundus Vini BioFach 2015 waren in diesem Jahr erneut gleich vier Naturland Weingüter ganz vorne mit dabei. Insgesamt 13 Medaillen konnten sie einstreichen, darunter auch das begehrte Große Gold, das insgesamt nur zehn Mal vergeben wurde. „Dieser große Erfolg beim wichtigsten internationalen Wettbewerb für Öko-Wein ist ein Ausdruck des generell hohen Qualitätsniveaus und Qualitätsstrebens der Naturland Winzer“, sagte der Naturland Präsidiums-vorsitzende Hans Hohenester am Rande der Preisverleihung am Mittwoch auf der BioFach in Nürnberg.
Mit einem „Stettener Stein Grauburgunder Eiswein” des Jahrgangs 2012 schaffte es das Würzburger „Weingut am Stein” von Sandra und Ludwig Knoll in die Top 10 der internationalen Biowein-Elite. Dass der „Stettener Stein” zu den ganz besonderen Weinbergslagen Deutschlands zu zählen ist, zeigte der fränkische Naturland Betrieb mit zwei weiteren Weinen: Für die beiden Großen Gewächse des Jahrgangs 2013 aus dem „Stettener Stein”(Riesling sowie Silvaner) gab es jeweils Gold.

Landwirtschaftsminister Brunner zeichnet Naturland Betriebe aus

PM 2015 02 11Nürnberg – Öko aus der Region als Erfolgsrezept: Dass dies mehr als nur ein Motto ist, zeigen alljährlich die Bayerischen Öko-Erlebnistage. Mehr als 220 Veranstaltungen hat die Reihe im vergangenen Jahr umfasst, die schönsten wurden nun traditionsgemäß auf der BioFach vom bayerischen Landwirtschaftsminister Helmut Brunner ausgezeichnet. Auch zwei Naturland Betriebe waren mit ihren Hoffesten wieder ganz vorn mit dabei: Monika und Wolfgang Schudt vom Berghof in Schöllkrippen/Unterfranken sowie Anni und Johann Wolf vom Viehweidhof in Burgberg/Oberallgäu.
„Bei den Öko-Erlebnistagen kann man das Öko-Land Bayern mit allen Sinnen erfahren und viel Wissenswertes über die Herstellung der Öko-Lebensmittel lernen. Zu Recht kommt das gemeinsam mit der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern entwickelte Konzept bei den Verbrauchern ausgesprochen gut an.", sagte der bayerische Landwirtschaftsminister Brunner bei der Preisverleihung am Mittwoch in Nürnberg. Dafür sprechen auch die beiden Hoffeste der Naturland Betriebe Berghof und Viehweidhof, die sich im September 2014 über insgesamt 7.500 Besucher freuen konnten.
Öko aus der Region und Direktvermarktung – ein Erfolgsrezept

Berlin muss die Bremse lösen

Vorstand Naturland BaWue kleinHerrenberg – Naturland fordert die Bundesregierung auf, in Sachen Öko-Landbau endlich mit den Ländern an einem Strang zu ziehen. „Die Verbraucher wollen mehr heimisches Bio. Die Bundesländer wollen es auch und haben ihre Förderrichtlinien entsprechend angepasst. Nur Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt steht weiter auf der Bremse“, sagte der Naturland Landesvorsitzende in Baden-Württemberg, Hans Bartelme, auf der Mitgliederversammlung der Naturland Bauern im Ländle am Donnerstag in Herrenberg. Bartelme verwies in diesem Zusammenhang auf Schmidts halbherzige Haltung beim Gentech-Anbauverbot sowie auf die geplante Düngeverordnung, bei der die Leistungen des Öko-Landbaus für den Grundwasserschutz bislang schlichtweg ignoriert werden.
Auf Landesebene hingegen sind die Rahmenbedingungen für eine positive Entwicklung des Öko-Landbaus Bartelme zufolge derzeit so gut wie lange nicht. Dies liege zum einen an der positiven Markt-entwicklung, zum anderen aber auch an der kontinuierlichen Unterstützung durch die Landespolitik. So hat die grün-rote Landesregierung in Stuttgart die Öko-Prämien von 2015 an deutlich erhöht. Mit 350 Euro pro Hektar für Betriebe in der Umstellungsphase und 230 Euro pro Hektar Beibehaltungsprämie für etablierte Öko-Betriebe liegt Baden-Württemberg im Ländervergleich im oberen Drittel.