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Nachhaltige Fischerei

island gro

– im Zertifizierungsverfahren

Der kleine Hafen von Husavik liegt genau auf dem 66. Breitengrad. Einen Steinwurf entfernt vom Polarkreis. In den kalten Gewässern vor der isländischen Küste wird der Kabeljau rund um das Jahr gefangen. Die kleinen kompakten Fischerboote trotzen dem Nordmeer auch bei rauer See. Wie schon ihre Väter und Großväter benutzen die Fischer im Norden Islands Langleinen für den Kabeljaufang.

Diese verlängerten Angelruten schonen die sensible Meeresumwelt. Da sie nicht direkt unter der Wasseroberfläche schwimmen, sondern in Tiefen von rund 300 Metern - eben dort, wo der Kabeljau ist – verfangen sich weder Meeresvögel noch -säuger an den Haken. Selbstverständlich stammen die Köder aus nachhaltiger Fischerei. Eine Fangfahrt dauert nur wenige Stunden. So ist der Fisch mehr als frisch, wenn er angelandet und gleich vor Ort verarbeitet und tiefgekühlt wird. Wie auf dem Wasser wird auch bei der Verarbeitung an Land viel Wert auf qualifizierte Handarbeit gelegt. Gut auch für die Menschen vor Ort, denen diese Fischerei in ihrer ländlichen Heimat am Rande Europas eine lebenswerte Zukunft gibt.

Die Fischerei im Überblick

Fanggebiet: Iceland and Faroes Grounds 5.a 2, FAO 27

Fangmethoden: Langleinen

Zielfischarten: Kabeljau (Gadus morhua)

Anzahl der Fischer: 1 Fischereibetrieb

Anzahl der Schiffe: 4

Größe der Schiffe: 12 und 46 Meter

Die Naturland Wildfisch Zertifizierung

Vom 4. - 6. September 2018 fand die erste Expertenanhörung statt in Akureyri, Húsavík und Reykjavik. Die auf Grundlage dieser Expertendiskussion entwickelten Projektspezifischen Bewirtschaftungsauflagen stellt Naturland hier für einen Monat bis zum 28.02.2019 zur öffentlichen Diskussion ein.