header Schattenkaffee

Nachhaltigkeit

Klima - globaler Einsatz für die Atmosphäre

Klima 350Bodenschutz ist gleich Klimaschutz! Böden sind weltweit die wichtigsten Kohlenstoffspeicher. Geht fruchtbarer Boden durch Humusabbau oder Bodenerosion verloren, entweicht das Kohlendioxid in die Atmosphäre. Lebendige Öko-Böden binden durch den Aufbau der Humusschicht mehr Kohlendioxid als konventionell bewirtschaftete Böden.
Allein die Produktion des synthetischen Stickstoffs für Düngemittel verbraucht weltweit über 90 Millionen Tonnen Erdöl. Der Energieverbrauch auf Öko-Betrieben ist durch den Verzicht auf mineralische Stickstoffdünger pro Ertragseinheit niedriger.
Wetterextreme können durch stabile Böden besser abgepuffert werden. Zusammen mit einer klimafreundlichen Ernährungsweise tragen Öko-Kunden und Naturland Bäuerinnen und Bauern zum Klimaschutz bei.

 

Klimawandel und Landwirtschaft

2012 stammten laut Umweltbundesamt rund 53 Prozent der gesamten Methan-Emissionen und über 77 Prozent der Lachgas-Emissionen in Deutschland aus der Landwirtschaft. Insgesamt war 2012 die deutsche Landwirtschaft für die Emission von rund 70 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalenten verantwortlich. Das sind 7,7 Prozent der gesamten Treibhausgas-Emissionen dieses Jahres. Weltweit liegt der Anteil bei 14 Prozent. Rechnet man Landnutzungsänderungen, wie zum Beispiel die Regenwaldabholzung oder Grünlandumbruch mit ein, steigt der Wert auf 30 Prozent.

Besonders tropische und subtropische Gebiete werden durch die Folgen des Klimawandels betroffen sein. Durch angepasste Landnutzung, wie Agroforstsysteme und Mischkulturen ist der Öko-Landbau bis zu einem gewissen Grad besser an Klimaextreme angepasst. Öko-Böden können Wasser besser speichern und bieten damit eine höhere Resilienz gegenüber Dürren oder Starkregen. Die Landwirtschaft ist damit Verursacher, Betroffener und gleichzeitig auch Teil der Lösung.

 

Öko-Landbau ist klimafreundlich

Der Öko-Landbau schont durch seine bodenaufbauende, vielfältig strukturierte Wirtschaftsweise das Klima:

  • höhere Speicherfähigkeit für Kohlendioxid, stärkere Stabilität der Böden durch Humusaufbau
  • geringerer Energieverbrauch durch Verzicht auf mineralische Kunstdünger und chemisch-synthetische Pestizide sowie dem Anbau von Leguminosen
  • geringerer Methanausstoß durch Flächenbindung und geringere Besatzdichte in der Tierhaltung, Einsatz von Festmist, höherer Lebensdauer der Öko-Tiere
  • bessere Klimabilanz durch geringeren Import von Futtermitteln
  • höherer Grünlandanteil durch hohen Raufutteranteil für Wiederkäuer
  • bessere Anpassungsfähigkeit durch höhere Wasserspeicherkapazität bei Dürren und Flut

Eine klimafreundliche Ernährung mit einem reduzierten Fleischkonsum, von Öko-Kunden bevorzugt, ergänzt die klimafreundliche Wirtschaftsweise.

Naturland Landwirte setzen verstärkt auf regenerative Energie, vorzugsweise Solar- und kleine Biogasanlagen. Agroforstsysteme auf naturland Betrieben, besonders bei tropischen Dauerkulturen, führen zu mehr Artenvielfalt wie auch besserer Bodenstruktur und Beschattung der Kulturpflanzen.

Naturland ist Mitglied der ›Klima-Allianz Deutschland und des Round Table on Organic Farming & Climate Change.