Verbände fordern strikte Regulierung neuer Gentechnik

20 November 2023

Offener Brief an Bundeslandwirtschaftsminister  Özdemir

Es darf keine Deregulierung neuer Gentechnikverfahren geben. Stattdessen müssen das Recht auf gentechnikfeie Erzeugung, die Wahlfreiheit und das Vorsorgeprinzip gesichert werden. Das sind die zentralen Forderungen eines gemeinsamen Positionspapiers von 139 Verbänden, darunter Naturland.

In dem Papier, das am Montag in Berlin veröffentlicht wurde, werden die Folgen einer unkontrollierten Deregulierung benannt und die geplante Abschaffung der bisher geltenden Prinzipien des Gentechnikrechts kritisiert. Die unterzeichnenden Verbände und Bündnisse kommen aus der Land- und Lebensmittelwirtschaft, dem Umwelt- und Verbraucherschutz, der Entwicklungszusammenarbeit sowie verschiedene Jugendbewegungen.

Begleitet wurde die Veröffentlichung des Papiers durch einen Offenen Brief an Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir. Darin fordern der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) gemeinsam mit den Jugendorganisationen BUNDjugend und junge AbL (jABL).

BÖLW-Vorstand Tina Andres kommentiert: „Die Ökologische Lebensmittelwirtschaft arbeitet ohne Gentechnik, transparent und nachhaltig - wie es dem Wunsch von über 90 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher entspricht. Die Gentechnik-Industrie will uns jetzt ihr Wirtschaftsmodell aufzwingen – das darf eine Bundesregierung mit Ziel 30 Prozent Bio nicht zulassen!“

Das komplette Postionspapier der Verbände zum Download finden Sie file icohier.

Die komplette Pressemitteilung des BÖLW zum Offenen Brief finden Sie pfeil weiterleitunghier