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Ökologische Aquakultur

Himanthalia elongata und Ulva sp 350Im weiteren Sinne bezeichnet der Begriff „Makroalge“ im Wasser lebende, mehrzellige eukaryotische, pflanzenartige Lebewesen, die Photosynthese betreiben, jedoch nicht zu den eigentlichen Pflanzen gehören. Etwa 12 Makroalgenarten werden zurzeit kommerziell genutzt, sowohl für industrielle Zwecke (Gewinnung von z.B. Gelier- und Verdickungsmittel) als auch als Nahrungsmittel. Der Schwerpunkt der Nutzung liegt in Südostasien, wo jährlich ca. 9 Millionen Tonnen verzehrt werden.

Traditionell wurden (und werden) hierfür natürlich wachsende Algen regelmäßig geerntet. Da dies aber häufig zu einem Rückgang der Algenbestände geführt hat, werden Algen vermehrt auf entsprechenden Substraten (Leinen, Netze) oder in Tanks kultiviert. Naturland bietet den Rahmen für eine nachhaltige Algenproduktion.

Makroalge - eine ökologisch wertvolle Nahrungsergänzung

Laminaria saccharina 250Makroalgen sind per se ein gutes Öko-Produkt: Die Zucht erfordert in der Regel wenig Einsatz von externen Stoffen (keine Futtermittel, keine oder kaum Dünger, keine Medikamente), und die Ernte wildwachsender Algen kann – richtig betrieben - nachhaltig gestaltet werden. Dennoch gibt es einige kritische Punkte bei konventioneller Zucht und Ernte, die verbesserungswürdig sind. Die Naturland Richtlinien liefern hier passende Antworten. Auch die neue EU Öko-Verordnung (710/2009) beinhaltet nun die Kultivierung und Ernte von Makroalgen, wobei die Naturland Richtlinien in einigen Punkten über die Anforderungen der EU-Verordnung hinaus gehen.

 

Die Naturland Anforderungen setzen sich folgendermaßen zusammen:
1. allgemeiner Teil der Aquakultur Richtlinien
2. generelle Anforderungen bezüglich Standortwahl und Wechselwirkungen mit umliegenden Öko-Systemen
3. Kultivierung/Produktion der Algen
4. Nachhaltige Ernte von wildwachsenden Makroalgen
5. Nachernteverfahren

 

file ico Richtlinienvergleich zu Algen Naturland und EU-Bio (PDF, 1,83 MB)