Naturland e.V.

Felix Löwenstein zum Gutachten des Sachverständigenrats für Umweltfragen

Felix Loewenstein 250Blauer Brief für die Bundesregierung: Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) kritisiert die deutsche Agrarpolitik als „Negativbeispiel“ auf dem Weg zu einem nachhaltigen Umbau der Industriegesellschaft. „Das schlechte Zeugnis für die deutsche Agrarpolitik überrascht nicht“, kommentiert Felix Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und langjähriges Naturland Präsidiumsmitglied, das Gutachten der Wissenschaftler, das am Dienstag (10.5.) in Berlin vorgestellt wurde.

Aus Sicht der Umwelt-Sachverständigen schädigt insbesondere der wachsende Einsatz von Pestiziden lebenswichtige Ressourcen wie die Artenvielfalt – in der Kulturlandschaft unter anderem Feldvögel, Bienen, Hummeln, Amphibien oder Wildkräuter. Laut SRU sollten deshalb nicht-zukunftsfähige Systeme wie die hochindustrielle Landwirtschaft mithilfe geeigneter Instrumente und Maßnahmen schrittweise zurückgedrängt werden. Für die Verringerung des Pestizid-Einsatzes schlägt das Gremium die Einführung einer Abgabe auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel, Monitoring, Beratung, pestizidfreie Pufferzonen und Refugien sowie die Ausweitung des Ökolandbaus vor.

Anlässlich der Unterzeichnung des Pariser Klimaabkommens in New York appellieren über 40 Organisationen, darunter auch Naturland, an die Bundesregierung, die nationalen Klimaschutzziele zu verschärfen und dies gesetzlich festzuschreiben. Für das Jahr 2050 müsse das deutsche Klimaschutzziel auf mindestens 95 Prozent weniger CO2 im Vergleich zu 1990 angehoben werden.

Der vorgestellte Klimaschutzplan 2050 beinhaltet einen Maßnahmen-Katalog zur CO2-Reduzierung, der auch die Landwirtschaft mit einbezieht. Zu den geforderten Maßnahmen gehören unter anderem die Förderung des ökologischen Landbaus und eine Reduzierung der Tierbestände.

Essen aus artgerechter Tierhaltung für München, dafür setzt sich das Aktionsbündnis „Artgerechtes München“ ein. Vom 10. - 12. April machte das Aktionsbündnis mit der Kunstinstallation „Alles hat ein Ende… (nur die Wurst hat keins)“ mitten auf dem Münchener Marienplatz auf sich aufmerksam. Anlass der Aktion war eine Sitzung des Gesundheitsausschusses des Stadtparlaments zum Thema „Artgerechte Tierhaltung“. 

Ziel des Bündnisses ist, dass sich die Landeshauptstadt München per Stadtratsbeschluss dazu verpflichtet, zukünftig nur noch Produkte einzusetzen bzw. zuzulassen, die nachweislich aus artgerechter Tierhaltung stammen.

Großer Bahnhof auf dem Naturland Hofgut Habitzheim: Die hessische Landwirtschaftsministerin Priska Hinz überreichte am Dienstag (12. April) das Bundesverdienstkreuz am Bande an Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Branchenverbands BÖLW und langjähriges Naturland Präsidiumsmitglied. Die Ministerin, die das Bundesverdienstkreuz in Vertretung von Bundespräsident Joachim Gauck überreichte, würdigte Löwenstein als „die deutsche Stimme des ökologischen Landbaus“.

Daneben hob Hinz das vielfältige weitere Engagement Löwensteins hervor, etwa als Entwicklungshelfer und als Autor von Büchern zum Thema Öko-Landbau und Welternährung. Löwenstein selbst betonte in seiner Dankesrede, die Auszeichnung zeige, dass der Öko-Landbau in der Gesellschaft angekommen sei und als wertvoller Impulsgeber für die Zukunftsfähigkeit der Landwirtschaft breite Anerkennung finde.

Neue Gentechnik-Verfahren wie CRISPR*, mit denen in die Genetik von Pflanzen und Tieren eingegriffen wird, müssen als Gentechnik eingestuft werden und gemäß dem Vorsorgeprinzip einer Risikoprüfung und Kennzeichnung unterliegen. Das fordert ein breites Bündnis von Verbänden sowie die 67.000 UnterzeichnerInnen des Aufrufs „Freifahrtschein für neue Gentechnik-Verfahren? Das machen wir nicht mit, Herr Minister Schmidt!“

Staatssekretär Robert Kloos nahm die Unterschriften am 17. März in Berlin entgegen. Der Appell wurde von 27 Verbänden aus der konventionellen und ökologischen Landwirtschaft, Pflanzenzüchtern, Lebensmittelhandwerk, Umwelt- und Verbraucherschutz unterstützt.

Ökolandbau zeigt, wie Landwirtschaft ohne Herbizide funktioniert

Felix Loewenstein 250Der umstrittene Herbizidwirkstoff Glyphosat soll nach Willen der EU-Kommission weitere 15 Jahre zugelassen werden. Auch die Abgeordneten von CDU/CSU und SPD im Bundestag sprachen sich nicht gegen Glyphosat aus. Kommende Woche sollen die EU-Mitgliedsstaaten über eine Zulassungsverlängerung entscheiden – weitgehend ohne Mengen- oder Anwendungsbeschränkung. „Wer für Glyphosat stimmt, torpediert den notwendigen Umbau der Landwirtschaft Richtung Nachhaltigkeit“, kommentierte Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und langjähriges Naturland Präsidiumsmitglied, diese sich abzeichnende Entwicklung am Freitag (4.3.) in Berlin.

Im Koalitionsvertrag hatten CDU/CSU und SPD noch angekündigt, nachhaltige Pflanzenschutzverfahren zu stärken. „Wir erwarten deshalb von Landwirtschaftsminister Schmidt sich im Sinne des Vorsorgeprinzips gegen weitere 15 Jahre Glyphosat auf den Äckern auszusprechen“, unterstrich der BÖLW-Vorsitzende.

BOELW Vorstand Plagge Loewenstein Roeder 250Der Spitzenverband der ökologischen Lebensmittelwirtschaft wird mit Kontinuität und neuen Impulsen weitergeführt. Bei der Vorstandswahl am 11. November in Berlin bestätigte die Mitgliederversammlung das langjährige Naturland Präsidiumsmitglied Felix Prinz zu Löwenstein mit großer Mehrheit als Vorsitzenden des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW).

Jan Plagge, Bioland-Präsident und seit 2011 Vorstand mit Schwerpunkt Landwirtschaft im BÖLW, wurde – ebenfalls mit großer Mehrheit – im Amt bestätigt. Der Schwerpunkt Handel und Verarbeitung wird künftig von Elke Röder, Geschäftsführerin Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN), im dreiköpfigen BÖLW-Vorstand vertreten.

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Der Bund muss mehr Geld in die Forschung zum Öko-Landbau investieren. Der Agrarhaushalt 2016 enthalte zwar auch einige richtige Ansätze, greife jedoch insgesamt zu kurz, kritisierte Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), den Entwurf, den der Haushaltsausschuss des Bundestags am Mittwoch (4.11.) in Berlin verabschiedet hat.

„Das Ziel 20 Prozent Öko-Landbau, das in der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie festgelegt ist, wird unerreichbar, wenn nicht schon heute 20 Prozent der Forschungsmittel in den Öko-Bereich fließen. Davon sind wir weit entfernt“, unterstrich das langjährige Naturland Präsidiumsmitglied Löwenstein.